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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-12-01 · 12 (1.12.1913) · p. Seite 383

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
12 (1.12.1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 383 (sequence 9)
Language
German
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t 383 — mernden Mräfte zu lösen und wird, wenn es auf einen außen ders und stärker aufgehen, als senkt wird. Bei Albert Ballin bei der Hamburg-Ameria-Linie Epoche der gewerblichen Eman gpalion über in der hainburgischen Schiffabr! hatte man wenig davon gespürt. beschwingen. Dasselbe Saatkorn Ordentlich fruchtliaren Boden fällt, anwenn es in d Innen Sandboden ge läßr sick ziemlich genau nachwizjsen, was an seiner Leistung persönlich war, und wcs auch ein anderer gemacht hättä oder hätte maäien ksönnen. Schon bevor seine Regierung begonnen hatle, war die fruchtbare Deutschland gekoiniuen, und bei der Hamburg-Aiiierika-Linie Ein konservat wes, stagnierendes und darum rückständiges Haiiseatentum hatte sich in technischer wie in wirtschaftlicher Beziehung dain t begnügt, un ustig hinter der Ent- . Wickelung sinherzulaufen, statt ihr als Pionior voranzugehen. Bei der Einrichtung jeder neuen Scüffahrtslinie prüfte man ängstlich die Frage, ob sie sich auch rentieren wiirde, ob auck ein ausreichender. Handel da wäre, um sie bezahlt zu machen. Der Krämerstandpunkt herrschte statt des Kausmannsstenüpunktes. I, organisatorischer Hinsicht vermochte die Hamburg-Airerika-Linie de - Berhältnisse auf dem- . Gebiete der Personenbcförderun, ebensowenig Herr zu werden als auf . dem der Frachtenbefördcrung; ie wurde mit streu Hamburger Konkurrenzlinien nur schwer fertig, und weil sie rückständig war, den Bedürfnissen nicht genügte und derKonkurrenz nicht imponierte, taten sich immer neue Konkurrenzliuien auf. Als Albert Balli» in das Passagcgeschäft als Agent der Earr-Linie etwas frisches Leben und * neue Methoden brachte, wurde den verstaubten Herren der Hamburg- Amerikanischen Paketfabrt-Ges'llschaft angst und bange. Auch in schiffstechnischer Hinsicht war »an, besonders als Anfang der 80er Jahre derlerste Leiter der Hapog, Adolf Godef roy, der immerhin eine Persönlichkeit, wenn auch keine fortschrittliche gewesen war, von. den Geschäften zurücktrat, hinter d:r großen inte-nationalen Konkurrenz zurückgeblieben. Die Schiffe d:r Hapag konnten es sowohl an Größe. als auch an Schnelligkeit mit dmen mancher anderen transatlantischen Reedereien nicht aufnehmen. Jeder neue moderne Typ, zu dem man sich nach dem Vorgang der Kcnkurrenz Mißlich doch entschließen mußte, wurde mit dem Vorbei alt eingeführt, daß man nunmehr bei dem Erreichten beharren und dem ungesundest Zeitgeist nicht weiter entgegenkommen wolle. Und alles das, woran es ijii Hamburg fehlte, war in dem benachbarten Bremen in Fülle vorh. »den. Tic dortige Hauptreederei,. der um 9 Jahre jüngere Norddeutsche Lloyd, hatte in den 70er und 80er Jahren unter der Führung seines durch und durch aufs Große gerichteten Direktors Llhmann eine glanzende Entwicklung genommen. Er hatte die Schiffasrt Hamburgs, has doch ein weitaus er - giebigcres wirtschaftliches Himerland hatte, v der Elbe eine viel leiftungsfä ügcre Zubring als Seehäfen wesentlich günsti zer lag als Br >m Binnenlande aus i».;rstraße befaß und auch men, an Konzentration der Kräfte, Unter-nehmungslust und modernes» Geist weit hinter sich gelassen. In Bremen hatte man den Geist d nur politisch, sondern auch wiitschaftlich begri r Reichsgründung nicht fen, hatte man sich von i

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