Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 11 (1.11.1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 365 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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C&erinflcnicur Julius ^sctcoliomii j, Crffen: Teutsöstum und Judentum, eine Kritik der Kunstwartdebattc; R »chtsanwalt Or. Francken, Aachen: Ausgewählte Kapitel aus dem Rechte der Handlungs« ehilfen, Privatdozent Dr. Julius Hirsch, Aachen-Eöln: Die Lehren des Anairhismus; Or. Paul Maas, Aachen: Bau, Funktionen und Hygiene des Lhresgmit Lichtbildern». Die eingerichteten französischen und eng tischen Kurse fccndcn nicht den erwartete» Änklang. Dagegen war der Ku:süs zur Erläutemng ausgewähltcr Kapitel, der heiligen Schrift unter Bcrü kstichtigung des hebräischen Urtextes, dcu in dankenswerter Weise Herr Leh es: Grünebap.ni abgehaltcn hatte: während seiner dreimonatigen Dauer 011 besuchte | Eine nicht geringere Bedeu ung, wiei der geistige» Ausbildung unserer jugendlichen Mitglieder, legten w r ihrer körperlichen Erziehung bei. Insbesondere haben sich die Turivabende vorzüglich Entwickelt. Der regelmäßige Besuch war so groß, daß wir unter allen hiesigen Turnvereinen bereits an vierter Stelle stehen. Während wir seit 1906 jede Woche nur einen Turnabend hatten, ist im Laufe diese; Jahres auf Wünsch einer Reihe von Mitgliedern ein zweiter eingerichtet worden. Hierdurch ließ sich.^ine erhebliche Steigerung der Leistungen erz elcn. Im Somsncrhalbjahr fand Sonntag morgens auf einem städtische» SZclplatze volkstümliches Turnen statt. Äilßiirdem wurden an zahlreichen Sonn» und Feicrtageck Ganz- und Halbtagstur», fahrtcn Unternommen. Schließ! ch trafen sich die Turner in einer Schwiininanstalt, um do!ct unter Anlcitt ng sachkundiger eMitglicder Tchwiinm- und- Springübungcn vorzunehmen. Außer verschiedenen -geselligen Abenden klein^rcn^Rahmcns fanden zwei größere F e st l i ch k e i t e n staits Wir dürien init tRecht behaupten, daß unsere Festlichkeiten im Laufe der Zeit z» einem Stelldichein der gesainten jüdischen Geineinde geworden sind. Unsere Feste, wie auch selbstredend unsere Abende iverdcn aus allen gesellschaftlichen Schichten besucht. Einmal Ehanukka, das andere Mal Purim, gelegentlicl> der hier ragenden Delegicrtcnversaplmlung des Bezirksverbandes jüdischer Iugendvcreine Westdeutschlands, gaben uns willkommcncn Anlaß zu den o>en erwähnten Festlichkeiten. Zu Ehren bei! Delegierten fand außerdem eir Schauturnen statt, um de» zahlreichen aus 17 westdeutschen Vereinen anlv, senden Vertretern ein anschauliches Bild unserer Leistungen auf dem Gelüste des Turnens zu g^bcn. (lieber-die Verhandlungen selbst siche den Be stcht in der Mai-Nummer der Mitteilungen.» Eine empfehlenswerte Einricht mg für die Sommertätigkeit »aben wir mir der Veranstaltung geselliger V aldabende getroffen; wir kommen alle zwc- bis drei ^Wochen in einem rescr üerten Teile eines größeren Waldrestnurünts zusammen, wo dann zwanglos z bischen gemeinsamen fröhlichen Liedern ernste- und heitere Sachen vorgekrag'ci werden. An den Arbeiten des westdeutschen Bezirksverbandes. dessen Vorstand wir angehörcn, beteiligten« wir uns lebhaft. So wie cs »ns im Vorjahre gelang, in Düren einen Verein zu schaffen, grijndeten wir diesmal Geilenkirchen. Ursprünglich hatten wir beabsichtigt, mit einigen benachbarten Lrten einen Zweckverband zu gründen, doch erwies es sich mit Rücksicht auf die lokalen Verhältnisse als unzweckmäßig. Auf dem Frankfurter Delkgiertvn- ^kage waren wir durch fünf M stgliedcr des Vorstandes vertreten. ( Die Finanzen des Vereins sind dank der hochherzigen Unterstützung der, Synagogengemeinde geordnet. Die Bibliothek, dje im Larkfo-des Winters cingeitichtet wurde, besteht vorläufig aus zirka 85> Äänden: wir HAben von vorn-