Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 11 (1.11.1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 364 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aachen, herein der männlichen! jüdischen Äugend. Mit Genugtuung können wir aus das vergangene Vlercinsjabr zurückblicken. Zu Beginn desselben batten ivir 212 Mitglieder, von denen 18 durch Tod, Wegzug u»w. ausschicden. während -lö neu cintratcn. 1 Da im Verein der weiblichen Mit Genugtuung können wir auf da-? vergangene Pereinsjahr zurückblickcu. Zu Beginn desselben batten wir 212 Mitglieder, von denen 18 durch Tod, Wegzug usw. auc-schieden. während neu cintratem. Ta im Verein der weiblichen "indischen Äugend 215 Mitglieder.sind, so sindjvon der hiesigen Gemeinde, die nur zirka lääO Deelen zäblt. nicht weniger als säst 30 Prozent in unseren Vereinen organisiert, gewiß ein Prozentsatz, den ivohi kaum eine andere größere Gemeinde aufzuwcisen hat. Dieses glänzende Resultat ist überhaupt nur dadurch möglich, daß durch die Trennung der Vereine eine viel intensivere Werbetätigkeit entwickelt und auch die weibliche Äugend lvcit mehr als iousk zur Vereinsarbeit herangczogcn werden kann, llcberhaupt bedeutet der Begriff „getrennte Vereine" keineswegs.!dag nun eine strenge Scheidung der Vereine cintretcu müsse: unsere größeren Festlichkeiten, wie auch eine Reihe von Vorträgen haben wir gemeinsam gebaltest; selbst die drei Kurse, die wir entrichteten, fanden gemeinschaftlich statt, chs ist natürlich, dag die beide«'. Vorstände stets 'Hand in Hand arbeiten, ohne indes den Charakter der Selbständigkeit zu beeinträchtigen. Während des vergangenen Winters fanden 25 Vortragsabende statt, davon I I gemeinsam mit unserem Schwestcrhercin. Außerdem hatten unsere jugeirdlichen Mitglieder aus Grund eines Vertrages mit dem Verein für jüdische Geschichte und Literatur freien Eintritt zu den fünf von diesem veranstalteten Vorträgen. Unsere Abende behandelten, außer einer Reibe jüdischer Themen, fragen der allgemeinen Bildung; auch Tagesfragc» bildeten tviedcrholk an besonderen DiskussionjSabenden Gegenstand zn angeregten Unterhaltungen. An die Vorträge schlossen sich regelmäßig Debatten an. die durchweg einen sehr interessanten! Verlauf nähmen. Gerade diese Debatten bewiesen, ein wie reges Änteresscj für alle jüdischen Bestrebungen durch unseren Verein hier in der kurzen Z^it geweckt worden ijt. An Veransialtungeii beben wir besonders folgende hprvor: Dr. de Jongc, t5öln: Bisniarck und die Äudcneinanzipation; l)r. Heiermann, Berlin: Äudcntum und Hellenismus, ihre Bedeutung für die Gegenioart; Alfred Stern, Aachen: Die Wahlen zur Privatbeaintenvcrficherung; Di-. der Ä"den in Deutschland; Zahnarzt Prechner, Aachen: Stilarteu der bilden Scgall, Berlin:-Die soziale Lage 2 Abenden mit Lichtbildern); Der . Birnbaum-Ascher. Berlin: Die ie Mode und ihre Bedeutung für Kriminalpsvchologische Probleme Doctor, t5asscl: Kanaans Urzeit den Künste vom 11. bis 18. Änbrhundcrt.tan Baltenrricg und seine politischen Folgen; S}. Ä»den in Amerika: Marta Hirsch, Aachen: den Verbrauch; Dr. Bernhard Kahn, t5öln: im modernen lind jüdischen Strafrecht; Dr. lniit Lichtbildern', Kurt Franckcnbcrg, Aachen: Heinrich Heine (mit Rezitationen'; Lehrer Wallach. Aachen: Tie großen jüdischen Organisationen der Gegenwart; Rabbiner Dr. Eschelbacher, Düsseldorf: Judentum im Lichte der Statistik; Landrichter Dr. Rosenthal, .Aachen: Das Recht am Eigcnbilde; Rechtsanwalt Mcver II, Bonn: Rezitatronenj; Professor Dr. Goldstein, Darmüadt: Die geistige Lage der Gegenwart und das Judentum; Kapellmeister Leon und Frau, Berlin: Äüdische Pusik und Musiker (mit Erläuterungen,; Eugen Hartog, Aachen: D>c Preisbildung an den Wertpapierbörsen; Privatdozcnk Dr. Paul Levv. Aachen: Tie Grundlagen der organischen Chemie;