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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-11-01 · 11 (1.11.1913) · p. Seite 366

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
11 (1.11.1913)
Date
1913-11-01
Page
Seite 366 (sequence 24)
Language
German
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— 366 — herein Wert daraus, gelegt. dag dieselbe nur aus guten Werken besteht und die Aufnahme bon landläufigen Romanen usw. abgelehnt. Außerdem stebr unseren Mitgliedern die Bibliotbet des israelitischen Männervereins kostenlos zur Verfügung. Tie Erfolge unserer Tätigkeit haben uns gezeigt, dag die Verbandsidee hier in Aachen festen Fug getagt Hai. Mit froher Zuversicht blicken wir in die Zukunft. Fritz Marx. Aachen. Ter Verein der weiblichen jüdischen Jugend zu Aachen bat. wir glauben dies ohne' lleberbebung sagen zu dürfen, in dem Berichtsjahre 1612 IM eine über Erwarten günstige Entwickelung genommen, lind diese Entwickelung stellt wohl den besten Beweis für die Richtigkeit unseres noch vielfach nicht genügend anerkannten Prinzips des selbständigen weiblichen Vereins dar. In dem zweiten Jahre unseres Bestehens ist die Zahl unserer Mitglieder auf rund ->ix> gestiegen, eine Zähl, die bei einer Gemeinde von noch nickt IfiOO Seelen. > also kaum S<H1 weibliche Geineindemitglieder, einschließlich der Kinder' einen wohl selten hohen Prozentsatz darstellt. Aber nickt nur die Zahl der Vereinsmirglieder, die das äuge re Werden und Wachsen eines Vereins darstellt, ist gestiegen, auch das innere Leben unseres Vereins bat'sich immer reicher ausgestaltet und organisiert. Dies beweisen ■j eine große Anzahl stark besuchter 'Vorträge, die teils im engeren j Rahmen unseres Vereins in Form von Vortrags-, Vorlese- und Hciinj abenden. teils in Gemeinschaft mit dem Verein der > männlichen> jüdischen Jugend, unserem Bruderverein, stattianden. Wir barten außer 6 geinein-; samen Vorträge» beider Vereine lö Heimabende, die zum Teil ' sehr interessante, 'speziell die iveiblichen Interesse» berührende Vorträge brachten, vielsaci^-sogar von seiten unserer Mitglieder. Unter anderem sprachen über: „Die Frau im kausmännischen Leben" Fräulein Anne Strauß, i „Die jüdische Frau in Haus und Berus" Frau Auguste Servos, „Die Frau im J Bürger!icben^Gesetzbuch" Rechtsanwalt Dr. Löwenstein I, „Die tveibliche Be-! rufsarbeit, ihre Ursachen und ihre Wirkungen" Fräulein Anna Hirsel, „Liebe und Ebe im allen Israel" Referendar Adler. Eöln. — Bezüglich der gemeinsamen Vorträge verweisen tvir auf den Bericht unferes Brudervereins. Die Vorträge fanden Dienstags abends statt, die Vorleseabende Montags. Der Donnerstag-Abend war dem Turnen geividmek unter bewährter Lestung des städtischen Turninspektors Herrn Pelz. — Im Frühjahr gründeten wir eine weibliche Wandergruppe, die anher einer Tagestour in die Eifel hauptsächlich sehr, vergnügte Halbtagswanderungen in die schöne nähere Und weitere Hingebung Aachens unternabi», so unter anderem die Dreilägerbachtalsperre bei >toetgen und die Gileppe-Talsperre bei Dolhain (Belgieni besuchte. - Den besondere» Erfolg unserer Festlichkeiten wir veranstalteten neben den geineinsainen einen eigenen Teeabcnd — verdanken wir zum großen Teil der eifrigen Mitarbeit einiger unserer außerordentlichen Mitglieder, die sich wivohl als stete unermüdliche Förderer unserer Arbeit, wie auch durch Mitarbeit und Arrangement bei den Festen iunter anderem dichtete Frau Äug. Servos uns drei wunderschöne Festspiele, Frali Feist studierte reizende - Tänze ein> unsern wärmsten Dank erwarben. — Bei unserer Arbeit gelang es uns. stets ein barmonisches Zusaminemvirken beider Vereine wechselseitig fördernd zu erreichen. — I n n e r h a l b u n > e r e s Vereins aber g l a u b e n iv i r b o k k e n z u' d ü r reu. w e ii n i b m e i n e iv eite r e .

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