Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-11-01 · 11 (1.11.1913) · p. Seite 357

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
11 (1.11.1913)
Date
1913-11-01
Page
Seite 357 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4926451-6352289-6352371--0785-4926905
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

i Citerarifdie U S Iiö schau Cin Roman von König von Ji E r n st Tra da.!t p c. *) Nur ein iSber* bat in das Ha! bdunkel der Ei tjrehung des jüdischen'Voltes bineingeleuchtet ustd den Mumiei ägvptischer K mifie, die sich mit dem Blut bedräischer Sklaveti befleckten, »jeues Leben e iiflebaucbt, Die historischen Arbeiten Seines (Der Rabbi von! Vacharach> ui ) Wassermanns (Tie gilben, von Zirndorf! blieben nur ein Torso. Tie grc;e ruhmreiche Geschichte des ältesten Kulturvolkes der Welt batte noch keinen Schriftsteller gefunden, Ivelcher die Heldengestalten dieser Station dem Ve ständnis /des breiten ^Lolkes nähergebrächt hätte. Dahn, Scsttt, Bulwer, 3 enkiewiczj und viele andere baden mit ibren Werken nicht nbr künstlerische Leistungen der Welt hinterlassen; sie wirkten! noch mehr dadurch, daß sie l:\\ Sinn für Ahnenstolz und VolkeStreue in die Herzen der Blüte ihrer Rat!on legtest. TrainpeS Können steht dchi Genannten laum nach. Sprachlich ist er ihnen zum Teil vielleicht über. .' Seine Tarste lang dpr Sittengeschichte ist evenso.grotesk: Wundersam plastisch steht vor u> s die Welt, in der die Gottheiten Asiens und Afrikas ui» dip Herrschaft üb| r die Gemüter buhlen, lind mnschendurcb ringt sich der durch Jeremia träft g geläuterte jüdische Gottes glaube durch, lieber die fruchtrchchen Fluren V alästinasj stampfen getvaltige Heere. Wir sehen Jerusalems! Glück und Ei de. Faijbeilprächtig ist das Gemälde, das sich von einem Glanzpunkte der jüdischen! Geschichte entfaltet. Lebenswahr sind die Könige unjd Feldherren. t|ie Priester uiib die Männer aus dem Volke gezeichnet. Ge-vis; hat da» breit angelegte Gemälde von dem TodeSkampse des Reiches seine Schwächen. Trampe hat nicht die feine Psbchologie Fontanes, er ist so Iwuctsilg und. markig wie. die alten Klassiker der Romankunst des 19. Jahrhunderts, er übernimmt eine etwas zu obligate, last sentimentale Liebesgeschichte, sein Held übersteht zu.wundersam die Ge fabren und der böse Geist des Äiches, Jsmael, st nach bekannten Muster». Aber was bat die Schwäche der inneren Handlung und anderes zu bedeuten gegen die Fülle von Podsie, die in die trotzdem spannende Geschichte bineinverwoben ist. gegen die wundersame Bell bung einer längst entschwundenen Welt, die vor unserm Allste eine monume itale Gestältung erfährt. Ilm inen kleinen Beweis der archaistischen Tiktion zu geben, nelnnen-wir eine ' beliebige Stelle und hören den Helden zu seiner jungen Frau sprechen 3, Sil): „Du armes Hers, fasse Siiit und ruhe liier! Unsere Liebe ist jtart »vie der Tod, fest wie die Torfe der Unterwel; eine Gottesslamme brennt in unserm Herzest, Fluten des blot ersticken sie ■ nicht . . . Für die Welt dekadenter suchen, und für ästhetisierende ist dieses LpuS mit 825 Seit sonstige heranreifende Jugend Unheils können sie nicht löschen. Wogen der junger Tamen, die nach prickelnder Lektüre Oberprimaner, welche nur Modernes lese»,, n nicht die cn sprechende Lektüre. Aber , die welche ein W:rk voll Kraft und einfacher Sckwnheit zu würdigen versteht wird freudig ni Ist eher von dem Buche lassen, bis es in ihren geistigen Besitz übergegangcn ist. Und sie wi,rd denen danken, die sie auf . die Arbeit verweisen. . (ein, uns der Gabe Trampes zu freuen und 'ii'ir fein Werk. Hochhalten und es verbreiten Unsere Ehrenpflicht wirdes ihm dadurch zu danken, bof> F. A. T. ) Tai Buch ist ocrlcnt bei Mm» & Btnnk i» Berlin »nb fo’tet 4 Mark

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.