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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-11-01 · 11 (1.11.1913) · p. Seite 353

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
11 (1.11.1913)
Date
1913-11-01
Page
Seite 353 (sequence 11)
Language
German
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jüdische kthik Von Rabbiner vr. L e w k o w Tie .stritif des jüdischen Monotheismus sinnig philosophisch gab. ist almählich verstimmt. Die protestantische tz, Berlin, die sich früher so tief= I>en Trinitätsglauben becen Gedankengehalt gegen - Rheologie macht keinen Versuch mehr, Christentums spekulativ zu d mten und seist über der angeblich leeren Abstraktheit des iübiftfjerts Glaubens an den Einig-Einzigen als reich zu erweisen. Wenn auch die christliche Kirche als solche grundsätzlich an der Lehre von der Dreieinigkeit .festhält,., so hat dieses Dogma doch in weiten Kreisen seine Asttorität eingebüßt. Tie U m w a n d l u n g der ch r i st l i ch e n Gottesbegri.ffs, seine Annäherung an den jüdischen M o n o t h e i.s m u s v o l l z.i e h t sich ohne l > i d e n s.ch a fstlichen Kampf, mit der .Notwendigkeit und S e l b st v e t stä n d l i ch k e i t eines ')i a 111 r » o r g q n g s Trotzdem wird der Zusammenhang mit gelöst, die Vergangenheit wirkt bis in dir unmittelbare Gegenwart deutlich sichtbar hinein. Die Person Jesu sieht noch! heute im Mittel Punkt des christlich-religiösen Interesses, auch nicht den Sohn Gottes, sondern den idealen Predigt von dem Gott der Liebe gilt als religiösen Wahrheit. Man seht in dem Habenste Symbol der göttliche r Liebe. Für den Christen der Gegenwart ist Gott: die Liebe anderes als Liebe. Für uns Juden dagegen Liebe, sondern ebenso auH dü Gerechtigkeit Propheten der Bibel die einen mehr Gottes der Geschichte nicht völlig. bei henen, die in ihm Menschen verehren.. Seine Höchsts Offenbarung der leidenden Christus das er , und nichl-s ist Gott nicht nur die Zwar betonen von den- Barmherzigkeit, die andern stärker die Gerechtigkeit seine! Waltens. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß wir uns G >tt als gerecht und barmherzig zugleich denken. Somit bleibt auch nach Ueberwindung des Trinitätsglaubens eine wesentliche Verschiedenheit der Gottesvorsteljlung bestehen. Sie steht im Zusammenhang Mis prinzipielles Differenzen des sittliäien Fuhlens. Ter wesentliche Lehrsatz des historischen Christentums 'ist das Togma von der Erlösung der sündigen Menschheit durch den schuldlosen Lpfertod Christi. Gott elbst nimmt das Martyrium qualvollsten Leidens auf sich, um die sittliche Schuld der Menschheit zu sühnen und ihr die ewige Seligkeit zu br ngen. Daraus ergibt sich der entschieden eudaemonistische Chgrakter der christlichen Religion. Der höchste Wert, den sie aufstellt, ist die Seligkeit, das volllömmene Glück der Menschheit, und sie schreckt nicht vor dem Gedanken zurück, daß Gott selbst sich opfert, damit nur der Mensch glücklich wert e. Es wird also Gott, das Ideal sittlicher Vollkommenhl it. in den Dienst der Menschheit gestellt. Demnach ist es durchaus konsequent, wenn die „guten Werke"- das sittliche Streben des Menschen, innerhalb des christlichen Glaubens, eine sekundäre Bedeutung Üaben, wenn auch nach Luthers Ueber zcugung der Glaube das Äeligmachende und Wesentliche ist. Das Christentum macht zunächst den Eindruck euer eminent elbischen Reli>

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