Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 11 (1.11.1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 351 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Es find das die jungen Leute jungen .Korporationsstudenten l die jüdischen Philister" führen und dabei nickt ahnen, dah sie ein Zeichen von Ueberhebung ist vom Fucbsmajor im letzten S Kraft hätten, das jüdische Prolsb Kliquen mir aller Schärfe. ( in unsere Jugendversammlungest -1- 351 — 361 die die Welt immer durch die Brillw des ctrachten. die einen großen „Kamps gegen mit viel Brimbamborium' und Tamtam, selbst die größten Philister sind, und daß es wenn man glaubt, daß die Ideen, die ihnen mester beigebracht wordensind, allein die ein zu lösen. Ich wende mich gegen diele ürmischer'Beifall.! Diese Leute lassen wir nicht mehr herein. (Stürmischer Beifall.' Wer beute noch kein Verständnis dafür hat. daß es eine allgemeine.jüdische Grundlage gibt, auf der wir unser Gebäude errichten können, daß bei allein Parteien < idi erinnere gerade an den letzten Wiener Zionistenkongreß) immer allgemeiner die Sehnsucht nach einer einigendes jüdischen Grundlage wird, daß immer stürmischer gefordert wird, daß die religiöse Idee..die Palästinaarbeit u. dergl., nicht ledig ich zur Parteisache degradiert werden ---, der wird das Verständnis dafür fehl wahrscheinlich niemals erringen. Wir wollen uns nunmehr den Luxus erl rüben, diese Leute allein sitzen zu lassen und unsere besten Kräfte nicht mebi durch Bekehrungsversuche erschöpfen. Nim hält man uns aber entgegen: W e ist bei einer auf dem Neutralitätsgedanken aufgebaulen Jugendbewegung Begeisterung möglich? Ich könnte ja ironisch die Gegenfrage stell:»: Wo sind d:nn die Parteijugenddereine. in denen diele Begeisterung herrscht? Man zeige mir-die großen liberalen und zionistischen Iugendorganisotionen, wo die Wärme herrscht, die auch nur im entferntesten mit der Begeisterung verglich« n werden kann, wie sie sich in unseren Vereinen und aus unseren Verba ndstagtn findet. Wäre das persönliche Band, das uns inrurhalb der Jugendbewegung umschlingt, ein so enges, und hätte es sich durch die 9 Jahre hindurch gehalten, wenn-es nicht aus der gemeinschaftlichen Arbe t für eine begeisternde Idee beruhte?. Als Hnuprargument möchte ich »enen, die uns die Begeisterungsfähigkeit absprechen, unseren letzten Frankfurter Delegier« entag entgegcnhalten, dessen Haltung nur aus heißer Treue zur Jugendsache zu erklären ist. Es war.mir übrigens gußerordentlich schmerz! ch, in Frankfurt gegen eine Minorität der Delegierten aurireten zu müssen, di: uns baten, das Verhältnis zu einer gewissen Organisation zu lösen. Ich habe absolutes Vei ständnis gehabt für die Motive, die die Antragsteller geleitet haben; aber ivir mußten uns davqr hüten, unsere Bewegung zu orientieren nach den Tagsbedürsnissen einer bestimmten politischen Organisation. Wenn wir da nichgegehen hätten (das Nachgeben wäre lebr bequem gewesen), dann wäre unsere Jugendbewegung am- Ende gewesen. Wenn Sie dev stenographisch:« Bericht Nachlesen, werden Sie sehen, daß gegen den zionistischen Gedanken, gegen die -zionistische Ideenwelt kein Redner euch nur mit einem «einzigen Worte, gesprochen bat. Diesen: Neutral! ätsbruch hat niemand! begangen und wird innerhalb der Jugendbewegung niemand ungerigt begehen. Ich freue mich, daß gerade die von mir mit voller Bestimmtheit vorausgesehene Folge unserer Stellungnahme eingetreten ist. daß unter den deutschest Zionisten in ihrem