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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-11-01 · 11 (1.11.1913) · p. Seite 349

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
11 (1.11.1913)
Date
1913-11-01
Page
Seite 349 (sequence 7)
Language
German
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— 849 — Törfrrn und Gemeinden richte erkannt. Tie auch ein, daß eine wirklich erz cherische Arbeit meisten Jugendvereine' sehen ahne eigenes Heim nicht mög lich ist. Ich wende mich nunmehr den Punkten unseres positiven Pro gramms zu, die in zahlreichen Jugcndvereinen noch nicht richtig ersaßt worden sind. Ta ist zunächst die Forderung nach Einrichtung von.hebräischen Sprachkursen. Die Leitung der Jugendbewegung steht dieser Forderung snm pathisch gegenüber. Tie Fraxe konnte auf der letzten Telegiertenvörsamm lung wegen Zeitmangel nicht zur Erörterung kommen. Vielleicht war es gut so''denn wir tappen hierbei noch-zu fehl im Dunkeln. Tie uns des ivegcn tadeln wollen, verweise ch auf das Schiclsal der dem Wiener Zionisten. Kongreß vorangehenden Hebröistentagung. Ur gelöst ist auch in den meisten Vereinen die Ausländcrsragc. Einrichtungen nicht genügend bildliches geleistet, sellschaftliche Absonderung" bei Erfreulichste aber ist wohl, den durch die Mitarbeit der Frau: Besonders schtvertviegend Weiter wird auch den notwendigen soziale» Aufmerksamkeit geschenkt. Ich nenne-nur die . Wohnungsvermittlung, Rechtsauskunft, Berufsdrratung und AcrufSnachwris, soziale Arbeit für Nichtmitglirscr, Ansländerknrse, Fcrienuntcrstüliung, Bergünstigungswcsen. Nur wenig: Vereine haben vorerst in dieser Hinsicht Vor- Lobend gier darf ich ernahnen, daß das. Thema „Gcuns als erledigt betrachtet werden darf.' Tas Aufschwung zu ionstatieren, den -die Bewegung tr uno Mädchen genommen hat. Wir verfügen. beute über etwa öOIX) weibliche Mitglieder, Ne in geradezu mustergültiger Weise arbeite» und der jüdisc>cn Jugendbewegung an vielen Lrten eine» nie geahnten Schwung gegeben haben. - st die Frage nach unserer Stellungnahme zu vcn allgemeinen vaterländischen Aufgaben! Wir haben bisher stets so argn mentiert: Wir sind konfessionelle jüdische Jugcndvereine aus dem Gründe, weil wir positive jüdische Aufgaben nicht innerhalb interkonfessioneller Vereine lösen können. Wir sind konfessionelle Vereine um dessentwillen, iveil 'wir jüdische Erziebungssragen nicht innerhalb de" interkonfessionellen Jugendvcreine behandeln und die Probleme des Jutentums nicht innerhalb dieser interkonfessionellen Vereine erörtern können. sagt: Es isr Pflicht eines jeden interkonfessionellen Berufsveri inen zu sein. 33Seiler haben wir uns mit Eifer an den staatlichen Jugendpfl bringen wir den aus privater tionen große Skepsis entgegen gekommen, daß die jüdisch einer ganz ander» W u v e r st a n d c s m ä ß i g e r w gcausschüsscn l eieiligl. Im Gegensatz dazu Initiative herv irgegangenen Jugendorganisa- — Ich bin immer mehr zu der Ueberzeugung : I u g e n d b e o e g u n g eigentlich, mit ch t 11 ii b m i t ganz anderen als r e i n eckten Gefühlen in de n st a a.t s b ü r müßte.- Ich bin der Ansicht. Organisationen, die bisher dies« vortreten lassen müssen, daß w bisher unseren Mitgliedern klar Wir haben jedoch immer ge- Mitgliedes, gleichzeitig tätiges Mitglied in den g e r l i ch e n und in den ( in a n z i p a t i, i n s k a m p f h i N e i n g e h c n meinen vaterländischen Aufgalen, daß die Mitarbeit an dem Emanzipationsdaß wir zwar nach außen hin die bestehenden Arbeit geleistet haben, auch weiterhin allein her r aber in unseren Vereinen selbst viel. Mehrals zu machen Haber, daß die Mitarbeit an denallge-

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