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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-09-01 · 9 (1.9.1913) · p. Seite 286

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
9 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 286 (sequence 8)
Language
German
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inolR’n henniijte oiiDett fein. Ter Wcricnnih öc* bewußten Judentums miifetc doch cnicntlich ein unbenuifjtc» siiöcntnm sei», und ein solches ift noch meiner JlntcfMiuuni logisch nicht klar;u erfassen. Es gibt etLijn11 idv nur ein bewußtes Judentum wenn es ein wahres sein soll. bewnßteT>udentnni ist die l>iousegi enz der Ueberzengnng, dos; dos oiiientnm eine 'hhihrhcit in. und führt Bekennens. ^>eder religiöse, jeder s o»Ht. ' ift ein bewußter ^nde. Nur den ooni Judentum ergriffen und mir dkamensiude ist, verdient i den Ehrennamen eines bewußten lich »ich im rechte, entschieden bewußte Hilden. die si (Ghetto leben mußten, da waren sie lrov aller Verfolgungen auf r ihre lieber',eugnng soviel leinnd konnten natürlich nicht den mußten. Tie lebten fiir sich gelrenn anderen .uoiiirifnmen gegenüber die ^elinng erringen, die in der iva teron Ueil nötig geworden ist. Unsere V sich geschlossene und ehrfnrchtgebieiende war oft durch K'eid und Tchmer', gebeugt. Als dann die Emanzivation kam. erging es unseren '.'Ihnen wie '.'Unten sich erst allmählich daran gewö men mns'.len, das Sonnenlicht ertragen. Viele der emanzipierten imnen seelischen Wüter Israels abichütt emjir.ii'iert und modern -,n erscheinen: offen und frei das ^ndentnm als ihi e Gemeinichafi mit 31oI.> ,’,n natürlich ,tn der Freudigkeit des ir feine Geschichte begeisterte derjenige, der nicht inneroiihen. '.'lls nniere Väter noch iter waren stolze Eharaktere. in Veriönlichkeiten: ihr Aenßeres dem geheilten Blinden, denen ^nden meinten all die wnnder- >ln ',» müssen, nm ja als recht viele scheiileii und scheuen sich. bewnizt und wiirdig, osfen und mutig vsertreren, die aber in den Menndeni auch Menschen feben, dessen bewußt bleiben sollen, an unseren höchsten ^cieridH’n nicht mir .Neligiousgenossen, die unsere Brüder sind, die stets sich für welche Menschheitsideale wir tagen beten. Nun, meine Geehrten, wenn. Assimilantentuin heißt, das Indische von sich abschütte vor Andersgläubigen sein, wenn es hci'jt, das Zusaminengehörigkeils itcfühl aller Juden locfern, dann ist d, Verwerfliches, dann ist es Feigheit der diesen schwachen Naturen als uir deswegen, weil es nichtr ist oft die Ursache des anderen i, das oft auch Edles be- ,'öort jüdisch, wo es nicht am s, wenn man nicht inutig vor bekennen. 'Alles, was jüdisch ist, gilt minderwertig und alles Nichljüdische jüdisch ist, als wertvoll. Ein Erlrem abt Ertrems. Ta ist besonders in der fugend, die mit gerechter Erreanng von dem (siebahren dieier sveigänge sich abgestosten fühlt, ein vermehrendes ,rener' angefacht worden drohte. Ta hören wir zuweilen das Vlatze ist. Ein moralischer Tesekt ist der gaumen 'heeit fein ^ndenlnm bekennt, ein fehler aber ist es auch, stets fein ^ndentnm auch da m betonen, wo das rein Menschliche zur Geltung kommen iniist. Ter eine sagt es nie oder nur selten, das edle 'heorl: „'mH hin ein iiude". der andere fegt es auch da, wo nnr das Vor bindende zwischen Mensch und Vlensct sein Nectii hat. Tas wahre ■oiiöehiiim will seine Vekeuner vered ln und dabei sie mit allen Menschen vereinen. Man spricht s> oft von Assimilanten al Gegensatz zu bewnstlen Hilden, 'hstr vollen die Ansgestaltnitg har monischer jüdischer Persönlichkeiten er das ^ndeiltlim jvertreteil werden muß. wegen höher schjitzen, weil es christlich lreben, die wissen sollen, w o die das Ehris'tliche nicht desist. die das wirklich jüdische ii, wenn es heißt, würdelos s Assimilantentuin etwas tief Gesinnung, dann muß es be-

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