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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-09-01 · 9 (1.9.1913) · p. Seite 285

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
9 (1.9.1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 285 (sequence 7)
Language
German
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285 nur der Realgrund alles Zeins, sondern auch der Idealgrund.alles, Sollens. Wie oft kommt es vor, daß zuerst die Praxis ußd -ann Bie Theorie die Lebensführung der Jugend bestimmt. Zuerstwird das . göttliche Sittengesetz mit Iüßen getreten; dann will man den Richter in fick auch betäuben und leugnet zu diesem Zweck den GottesgodankM. Ta sollen Ihre Jugendverein! mahnend und warnend ihre Stimme erheben, die Wankenden stützen und die Schwachen schlitzen. Schon die Tatsache, daß Jünglinge und Jungfrauen auf dem Boden des Judentums sich verbinden, ist eine religiöse Kundgebung, schon dje Tatsache, daß.Sie alle in Ihren Vereinen sich c ls Religionsjuden bekennen, ist Religion, -die zur Veredelung der Seelc führt. So können und wollen ^ihre Vereine durch Erkenntnis und Belehrung die Liebe zum Judentum vertiefen; und wer das Judentu n liebt, muß eine reine Sittcnlehre liebdn und betätigen. In der heil gen Sprache wird der Irominc der Gerechte genannt. Tie Geschihte des Judentums, deren Kenntnis in Ihren Kreisen durch Vorträge uni> andere Mittel verbreitet wird, ergreift Ihre jugendliche Seelc. und Sie werhen sich bemühen, die edlen Ractstonimen der edlen Rhnm zu sein. Wie ich zu meiner Ireude gelesen habe, vereinigen Sie sich an Sabbat- und Iesttagsabendcn und erhöben sich an hohen I >een. Schon dadurch. daß Sie Ihre freie Z^'it nutzbar verwenden, bet leisen Sie, daß Sie Ihrem Leben Zeinen r^icherelkstind reineren Inhalt geben. Wir jeden in einer Zait, in der die sittlichen Werte uing> prägt werden.! in der das Sichausleben als Heilswahrheit verkündet wixd, in der! bic. heiligen Grundlehren des Judentums erschüttert werdcin; daher sind die Vereine, die zum Schutze der Jugend gegründet sind und religiösen Sinn, verbreiten, in der Gegenwart so sehr zu begrüßen. Ieiern Sie wie bisher unsere Sabbate und Ieste und gehnn Sie „der Sabbatbraut" entgegen, um sich zu vermählen mit den rel giösen Idealen Israels. Bleiben Sie treue Juden, und ein Geschleckt wir!» heranblühen, h'ür das sich dieReligion als Segen erweist. Es ist noch ein besonderer Seglen, daß auch die Frauenwelt Ihren Bestrebungen zu Hilfe koinmt und sich auch mit Ihnen verbunden bat. Meine geehrten Tarnen in) Herren! Glauben Sie dem Wort, das ich Ihnen sage: Unsere iiiötfdien Irauen sind unser Glück, ivenn sie das Judentum fördern wollen, ade;:, zuweilen Unser Unglück, nviin fix' es nicht wollen. Es ist ein tiefernstes Wort; wenn Sie. um ein Bespiel anzufübren, nach den Ursachen fragen/ die unschuldige Kinder bemUIudentum entziehen un) ie der Taufe oder der konfessionslosen Gelmü-nschaft zuführen, so:smd cs oft die Iraujen, die an diesem VerbgNjstris Schuld haben: aus el?nder Eitelkeit oder krankhaftem EhrgfiZ wollen sie die->linder schcnl frühzeitig i> fsthren, die, ihnen glanzvoller rrscbeint; jüdische Mütter, begelrcn oft einen Verrat an Israels Ehre. Taher ein Segen, daß unsere edlen Mitarbeiten an der Veredelung ihres Geschlechtes; Jünglinge und Jungfrauen sollen das; sie einst als Männer unp Iraucn in unseiem Sinne wirken Was wollen Ihre JugeNdvereine weiter? religiöse Juden erziehen, )je wollen auch bilden. Tiefes, Wort ist eigentlich erst in den worden. Was ist denn eigentlich bewußtes Iudlentum? Ta leien Sie in Ihren Vereinszeitungen. da hören Sie in eine Gesellschaft cin- :egen, -ein dreifacher herangebildet' werden,. :ic wollen nicht bloß „bgtvußje" Inden heranletztest Jahren geprägt Ihren Tebatten: Wir

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