Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 254 (sequence 95)
- Language
- German
- Belongs to
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I — 254 darauf ijimucifen, daß es den Tallehal. Fck iiiodjtc zum 3d)luß nochmals bittennehmen Sie den Antrag auf 5 Pfg. Erhöhung an. I»i . Apfel: Unsere französischen Freunde müssen jetzt abreifen; ich möchte ltieses Ereignis nicht vorübergehcn lassen, ohne nochmals unseren herzlichsten Tank für die aufopferungsvolle Reise auszusprechen. Wir hoffen, daß die heutige Zusammenkunft der Anfang einer lcngen Brüderschaft sein wird, «lebhafter, langanhaltender Beifall.) Ta-i Wort har nunmehr zu der Begründung seines Antrages Herr Emanuel (9lordhausen). Emrnucl (Nordhausen): Meine sehr geehrten Tarnen und Herren! Ter Ve:ein Moses Mendelssohn-Nordhausen schlägt vor, den jährlichen Beitrag-der Lereine an den Verband ans 1.50 Mt. festzusetzen (Zuruf: Pro ztopf?); pro Kopf, dafür wird aber das Verbandsorgan gratis geliefert. Wir bezahlen bisher für das Verbandsorgan 1 Mk. und zahlen 20 Pfg. Beiträge. Wenn wir nun das Verbandsorgan .jedem gratis liefern, sohaben wir den Vorteil, das; jedes Mitglied mit dein Verbände stets in innigstem Kontakt ist, das; jedes Mitglied in den stand gesetzt ist, .mitzuarbeiten an den hoben Zielen unseres Vereins. Tas ist die ideelle Seite; die andere Seite ist aber folgeirde: Unser Verband wird dadurch finanziell selbständig; er bat nicht mehr nötig, b?i anderen Organisationen betteln zu gehen. Wir haben es in Nord bansen geradezu als eine Schmach einpfnnden, das; ein. groster Verband von 10 000 Mitgliedern bei anderen Vereinen um Beiträge betteln gehen muß. Tas. ist eines großeit Vereines nicht würdig. Er wir! dadurch eine Menge Beiträge bekoinmen. Und noch ein anderes- Eine Zeitung, die eine Auflage voii über 10 000 Ereinplaren hat, bekpmmt eine -ganze Menge von Znierateit nird wird für den Verband geradezu, wie wir hoffen, eines Onelle nickt des Reichtums, aber eine Ouelle dafür bilden, das; alle Bedürfnisse, auch außerordentliche Bedürfnisse. die der Verband bat, dadurch gedeckt werden können. (Beifall!)»»^? ' .! >r. -Apfel: Zch habe namens des Vorstandes, zu erklären, das; wir ohne Erihöhung der Beiträge die Geschäfte nickit fortsetzen können. >»,- Ettlingcr (Frankfurt a. M.): j)ci, vertrete hier die Interessen .des größten Verbandsvereins, des Vereins Monlefiore und nehme insofern^ wobl eine etwas andere Stellung ein. zumal unsere Mitgliederzaht ein Zehntel der Gesamtzahl, ausmachr. Bedenken Sie wohl, ivsas der Antrag Nordhausen für uns bedeutet. Ter Beitrag von 1.5V Mk. macht eine finanzielle Belastung des Budgets von 2250 Mk. für uns aus. Wir sind vollständig außerstande, diese Belastuijg zu tragen. Wenn Siediesen Antrag annehnnm, sostellen Sie nnsj.->- ich scheue mich nicht, das auszusprechen — vor den Scheideweg, entweder den Bankerott anzumelden oder aus dein Verbände auszuschciden. Wir können es nickt dulden, das; kleinere Vereine lediglich auf unsere Kosten leben. Wir haben auch eine Existenzberecktigung. wir, die großen Vereine. Wir haben nur 6 Stimmen auf dem Telegiertentage, von dem wir ein Zehntel aller Mitglieder repräsentieren. Wir wüßten eigentlich 25 Stimmen haben, wir verlangen das nicht, verlangen aber, daß der Verband, der fast aus-