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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 249

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 249 (sequence 90)
Language
German
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— 249 — Mädchen besonderes o-f'.'lereüe hat, meine Herren und Tai ne 1, ein solcher gemifacher Völein wird der Forderung der Organisation der Tadnxck), daß die legen und worin am gleichen Orte o. ein mit Vereins. 0. Tie Mädchengruppe dient: ») Ter Heranbildung von Führcrinnen: k») der besseren Erfassung der Mädchen alleir iircifc; c) der Erziehung der weiblichey Mitglieder zurlMitarsbeit. 7. Tas Arbeitsprogramm der Mädchengruppe umfaßt: a) dasselbe Bilöungsprogramnt, das alle neutralen jüdischen ■ Jugendvereine haben, nur ist die vrclfaih geringer: Vor- Lildung und die mangelnde ^Schulung üesr Mädchen zu berücksichtigen: b) die besonderen Interessengebiete der Fsrau; iveiblichen fugend nicht gerecht. (Lehr richtig!) Mädchen »irr ihren Beitrag zahlen und die Säle fiilllm, aber niemals wirtlich Mitarbeiten, dadurch ist unserer Zache nicht zedient. Ten reinen Mädchenvereinen möchte ch ans Herz empteblen. das; iie mit ihren Brudcrorgc nisationen die engste Fühlung halte». Es ist auch schon vorgc 'ominen. daß sich der männliche und der weibliche Verein Konkurrenz gemacht haben, das; an einem Abend der Vortrag -cs einen Vereins war, am nächsten Abend der des anderen, und daß daun i» mcr der eine Voltten beiden Vorträgen leer war. Tas sind'Tinge. >ie nicht seia dürfen. Tenn mir arbeiten alle zmainmen für ein und dieselbe Hacke, n> d eine Konkurrenz unter Vcrbandsvereinen gibt es Einfach nicht. Tas Ergebnis meiner Ausführungeij möchte ich in die folgenden Leitsätze zusammcnfassen: 1. In Anbetracht der wirtschaftlich sozialen Umwälzungen und der ' sich daraus ergebenden Veränderungen i„i Jdeenkieis per Iran ist. beute eine Jugendorganisation für Mädclzen in gleicher Wqise erforderlich, wie für junge Männer. Ein Zusammenschluß jüdischer Mldchen ist ) eshalb besonders > geboten, weil vielfach zugleich mit der Zunahme der Beüifstätigkeit und dem verstärkten Interesse für allgemeine soziale Fragen das Zugehörigkeitsgefühl zum Judentum abnimmt. 2. Turch den Eintritt der iveiblicktei Jugend benxigiMg einen Zustrom an frischen, atbeitsfreudiäen Kräftcii, wird, die Fluktuation des Mitgliederbestandes vermindert und die Htellung. des Jugendvercins innerhalb der (Gemeinde gefesngt. 3. Eine Organisation jüdischer Mä)chcn kann hrc erziehelrijchen Ausgaben nur erfüllen, wenn sie sich gleichmäszig an die Mjäöchen aller Kreise wendet. Auf den persönlichm Zusamm^nsch glieder untereinander ist der größte Wert zu legen. 4. Bei der Organisationssorm ist ^n berücksichtigen, daß a) die besonderen Interessen der Mädchen in ausreichendem. Maße gefördert werden: b) daß die Vorteile des Zusanimenwirken^ voll man' und weiblichen Mitgliedern nicht verio:e» gehen. Tie zweckmäßigste Organisalioüsform ist der gemischt: besonderer weiblicher Gruhie als Uifterabteiluiso uß de Mitilichen Verg des V

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