Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 243

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 243 (sequence 84)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4926451-6352289-6352366--0655-4926779
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

243 — Verbandstage;um -ersten Mnle mehr als 25 Damen als Delegierte anwesend sind, nachdem auf der ersten Dsilegiertentaganst gar kein weibliches Mitglied anwesend ivar ikndäuf der zweiten »ine Dame die Vertretung eines gemischten Vereins übernommen hatte, so können Sie-es - uns wohl nicht verübeln, . das; loir bin besonderes Interesse daran haben, diese Frage einmal vor,dem Gesamtforum unserer Delegierten ■_ zu besprechen, denn sie verdient es vollauf. Ich verspreche Fluren, von vorahevein gewissermaßen nur in Leitsätzen zu sprechen. x. Warum existiert für uns überlaupdie besondere Frage: 2'lädcheniorganisastion? Als unsere Fugentvereine gegründ:t churden — bei einer grosten Zahl liegt,die Gründungozeit schon a:mähernd 10 Jahre zurück —, da dachte noch niemand sdarun, die Mäd,hen in Jugendvereinen zu organisieren. Damals war cs für die meisten noch ganz selbstverständlich, das; sich die Iran, ihr: Ztellungnchme zu allen Fragen des öffentlichen Lebens aus der Fmnilie heraus erwählte, daß sie dem häuslichen Milieu gemäß dir Ar sichten des Vaters oder später des Gatten teilte. Wir alle wissen, daß! sich gerade in dieser Beziehung eine grundlegende Umwälzung vollzogen hat. Tee infmer wachsende Anteil der Frau am wirtschaftlichen Leben unserer Zeit mußte unbedingt auch einen wachsenden Anteil der meinschaftslebens zur Folge haben, Wickelung vielen Frauen noch pickst ist, so mehren sich doch die Anzeichen, dcß die Frau doll und ganz miteintritr in den Kanchf, in den Meinungsaustausch, in hie Arbeit für Frau an dön Fragen des Geustdwenn vielleicht diese Gntzum Bewußtsein gekommen, die Allge Wie die Verb An den voll Beruf; wenn iv kennen n: rufstätig deren soz mehr al en Anteil dasselbe '' ir uns Gin Drittel aller Frauen stützt heute im sirbällnüs gilt bei den jüdischen > Frauen, und >>je Statistik etwcs näher ansjehen, so erir, daß gerade für uns jüdische Mädchen sie Frage der Bereit eine erhöhte Bedeut! ng hat. Es licflt an der besonialen Schichtung der Jud m, daß die ganze große Zahl von 50 000 — ich erwähne, daß diese Zahl der Statistik des Jahres 1Y07 entstaminl, - erwerbstätige Frauen sich hur Hauptsache aus den Töchtern des gebildeten jütischen Mittelstandes zusammensetzt. Welche Folgen haben diese Tatsachen psyckiolsgisch fü,r unsere jüdischen Mädchen gbhabt? . , Wir ^vollen fiiej: einmal ganz offen, aussprechen nisse liegen.. Bei denjenigen Mädchen/ die milter. stehen sind Anteil nehmen am statieren wir sehr oft ein außerordentlich geringes Fragen dös jüdischest Lebens. Wir dürfen das ruhig das kaum! ein Vorwurf, da wir die Grüstde allzugui verstehen.' Dieie Mädchen haben sehr lost keine Zeit, ich istit allgemeinen Dingen zu beschäftigensehr oft fehlt ihnen die llnrezung, vielfachsind/ie auch durch die sierufliche Arbeit zu sehr Angespannt, mit wir Mnnen es ihnen nicht verübelt, wenn sie ihre frei]: Zeit lebigfi* Grbolung meinheil. stellen wir nus als Indern zu diesen Dingm, und wie liegen iltnisse gerade bei uns jüdischen Frauen? ier allgemeinen Gntwickelung haben unser,» jüdiscl)en FrauÄr wie die Verhältiisn Berufsleben wirtschaftlichen' Mampf, kon- Jnteresse. für -alle sagen, denn es ist s

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.