Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 244 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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— 244 — ober btni Vergnügen widmen. Aber wir wollen uns doch darüber klar sein, 8ast in dieser Tatsache für den einzelnen wie sür die Allgemeinheit eiine sehr groste Gefahr liegt. üjie steht es nun mit den jüdischen Mädchen, die durch Veranlagüng, durch Erziehung und durch häusliche Verhältnisse vollaus Die Möglichkeit hätten, an unseren allgemeinen jüdischen Ausgaben mitzuwirken? Auch hier müssen wir — oder ich möchte in beiden Fällen lieber sagen , muhten wir konstatieren, das; das Interesse sür jüdische Fragen v^rhältnisNiästig gering ist. Ter Anteil jüdischer Frauen und Mädchen an den Arbeiten der Frauenbewegung war von Ansang an ganz austerordentlich grotz. Wir wollen das gewist nicht bedauern, denn chir sind immer dasjir eingelreten. das; wir'Juden uns, wo eine Gelegenheit. geboten ist, in den Tiensl allgemeiner Bestrebungen stellen. Wir wollen aber doch auch nicht vergessen, das; es unsere Pslicht ist, dielen jüdischen Mädchen die lleberzeugnng beizubringen, das; üe in ibrem engeren jüdischen Miene Ausgaben zu erfüllen haben, die ib: en niemand abnimmt, die nur üe erfüllen können. En bat sich nun - das können wir zu unserer grasten Freude konstatieren beransgestellt, das; die Fabl Derjenigen Mädchen» die mit voller llogeisternngi für.unsere Tarbe und mit dem Willen, ganz und gar be uns inü-uirl'et;en. zu uns kommen, iebr erheblich gewachsen nt. Ich. bitte Tie» das nicht irgendwie als eine lleberbebung an- -niebei,-die ich bier vielleicht im istamen meiner Geschlechtsgenossinnen ansspr-cken null. «Wer so die (stelegenbeit geballt bat, wie ich. in. eine g:oste Fab! unserer Verbandsvereine hineinznkommen und dort, zu -sehen, wie gearbeitet wird, der dars das Urteil abgeben, käst die Fall! der Vereinsjchwestern, die wir wirtlich schon als Fnhrellinnen' aniehen dürfen, zwar noch nicht sehr grost ist, das; diese kleine täiMk^ber sebr wacker und kräsrig bei uns FniHch ne begrissen ist. »Nit tomme ich zu meiner zweiten Frage, die lauter: Inwiefern liegt es im Interesse unseres Verbandes und unserer Iugendiation. sich in ernölstem Maste an die weibliche Jugend zu V ,rgan ' wenden - ZN eine Zerren und Tarnen! Tie Mitarbeit Ser arbeitet und in ständiger rzran in den sich (stemeinschafrsorganiiarionen ist noch sehr jung, daraus ergibt auf der einen Teile eine gewisse Unsicherheit und geringere Tchutung, ans den änderen Teste ergibt sich aber daraus ein erhöhtes Interesse, eine graste Begeistern,igsfäbigkeit und ein stärkeres Ticheinfügen und Scheinleben in unsere Ideen. Ata, an:- praktischen Gründen -kann innere Organisation die Miiarb.-it der weiblichen Jugend ganz und gar nicht entbehren. Tie Mädcber bilden in einzelnen Vereinen — ich möchte beinahe sagen — das sefbaftere Element. Sie jungen Mädchen wechseln nicht-so oft den Wohnort wie di - jungen Männer,, und mir ist ans sehr vielen gemiich e» Vereinen, di.- erst in jüngster Feil dazu übergegangeu sind, die Taman als Miiali» r ansznnehmen, gerade diese Tatsache als eine l eionde-rs ern --- he Folgeericheinnng mitgeteilr worden, schliestjich kommt - meiner lleberzengnng nach auch in Betracht, dast