Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 236 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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— 236 — Und iDarumj meine Damen und Herren? Teshalb, weil, wie Siewohl in unserem Verbandsorgan gelesen haben werden, bei Gelegenheit eines stvmmerses des B.J. E„ wo sowohl der Gabriel Piiester- Verein, Cöln, Ivie Herr Blunienfelö eingeladen waren, der letztgenannte Herr die Gelegenheit benutzte, in seiner Begrüßungsansprache in einer geradezu unglaublichen Weile gegen den dock nur als Gast anwesenden und als Gast zu - respektierenden Rießer-Verein und gegen unseren Verband zu polemisieren. Man denke sich, daß dies geschehen ist iijl einssr Versammlung, Ivo nicht etwa ein Tiskussionsthema zur Verhandlung stand, und wo wir uns also nicht wehren konnten, sondern in chnev Versammlung, wo man zusammen war, lediglich, um sicb zu freuen, in einer Versammlung, wo uns keine Gelegenheit gegeben war, zu replizieren: da uns auch das Präsidium des .stommerjes nicht in Schutz nahm. so blieb kein anderes Mittel, auf die Anwürfe des Herrn Blumenfeld zu antworten. als dieses, daß wir geschlossen den Saal verliehen. . Herr Vlumanfeld nihne etwa folgendes gegen uns ans: Tie neutrale Jugendbewegung leiste gar nichts. Tie ganze Wirkung des Neutralitätsprinzipe zogen würden: lei die, das: die einzelnen zu neutralen Menschen erinnere Jugendbewegung wolle. aber itteilt darauf hinaus, den einzelnen Menschen zn einer Persönlichkeit zu entwickeln. Meine Tau en, Und Herren, ich brauche wohl vor ^lmen nicbt zn betonen, das; gerade hierin eine sehr grobe Entstellung liegt, das; wir ja gerade kein höliefes zji'ekennen, als die Erziehung zur Persönlichkeit. lTebr richtig!.» jTen Gipfelpunkt 'einer beleidigenden Ausführungen erreichte Herr Vsnnienfeld aber damit, das; er tagte, die neutrale Iugenhbewesmng bediene ml» der ganzen zionistiichen Phraseologie, versteh/aber nicht, sie in die Tat ninzutetzen. zstir Aufstellung einer solchen 'Behauptung gebärt ein Muk. um den ich Herrn Vinmenfcld nicht beneide. (Vravö!> . Es knüpften sich an diesen Vorgang natürlich iveirere Verhandlungen. Herr Vlumenield fühlte wobl.selbst, das; er zu weit, gegangen war. Er versprach, alsbald schriftlna eine Entschuldigung cinzureichen, die zur Pitblikation bestimmt sein sollte. Tic ,chrm dieser Entschuldigung wolle er »ich noch überlegen, binnen -IS Stunden sei sie in unteren Händen, s Eine solche Entschuldigung ist aber nie eingclaufcn. ' Herr VlumenfeldAiat also nickst cingerenkt, was er zerbrochen bat, wir stellen vielmehr noch beute über .streu; mit ihm. Mit einem Manne, der es gewagt hak. uns so gegenüber.zuf.treten, der cs gewagt bat, unsere Ideale so mif Schmutz zu bewerfen, hätten wir unmöglich zusammen arbeiten können. Ter Westdeutsche Bezirksverband würde aus diesem Grunde den-Antrag haben stellen müssen, einem solchen »enheit.in unserer Mille zu verbieten. ifügen. das; Vlumenfeld unter andeiÄn'den Tab aufstelltc. wer nicht für mich ist, der ist gegen mich. Es sei jetzt utcht die ,'Püt für ein friedliches Zusammenwirken auf ncistraler Plattform, sondern .stampf sei beute die Parole, .stampf daher auch der neutralen Jugendbewegung. — Tie selten daran den unversöhnlichen Standpunkt dieses- Agitators, der zweifellos seine Anwesenheit auf der Manne die Amve odt darf bin