Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 221 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
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_L 221 — faßt werden. Tie vollendete Tatsache der Bkschlußsassung aber MUß in jeder Beziehung respektiert werden. ' Hieran anknüpfend inöchte,ich den leipziger Freunden gegönüber noch solgendes betonen. Wenn ich mich gegen den Schlußpassus in Ihrer Resolution geivandt habe, in der Sie erklärten, wir treten. eventuell aus dem Verbände aus, so möchte ich nochmals sagen, daß mir jede Kritik als solche ferngelegen hat. Aber als Verbandspräsident konnte ich es nicht verstehen, daß Anhänger unserer Bewegung mit dem Gedanken spielen, uns den Rücken zu kehren. Ich möcht? aber betonen, daß mir jede Schärfe ferngelegen hat, und wenn meine Worte anders aufgetaßr worden sind, so bitte ich offiziell auf das Allerherzlichste um Entschuldigung. (Bravo!) . Tiefe Debatte ist nun am Schlüsse angelangt. Ich bitte Sie dringend, keine Erklärungen mehr abzugeben. Wir müssen jetzt vorwärts kommen. Wir wollen die Debatte schließen mit dem Gedanken: Auf zur sachlichen Arbeit! Borges (Leipzig): Ich danke dem Herrn Vorsitzenden verbindlichst für die loyale Denkungsart, durch die er es gugelassen hat, daß seine beiden Vorredner zu Worte gekommen sind. Es har dies tatsächlich dem harmonischen Verlauf unserer Versammlung nur dienlich sein können. Rachdein aber auch der Herr Vorsitzende selbst noch eine Rede - gehalten bat, möchte ich bitten, auch hier ichch einige wenige 'Worte mir zu gestatten und sie nicht als zur Geschäftsordnungsdebatte abgegeben aufzufassen, sondern als persönliche Bemerkung. In. Apfel: Gestatten wir Herrn Porges also hierzu noch das Wort. Es sind noch zwei Herren gemeldet, aber dann müssen wir un> bedingt Schluß machen. .! '.v Porges (Leipzig): Ich hatte mich heute! niorgcn zunt Worte gemeldet. noch elN: Sie über den Antrgg abgcstimmt lmtten, daß die Tebatte eingeschränkt werdeg sollte. Tann hatte ich niich zum Worte/ gemeldet zur Gesckräftsordnung und batte die Meldung wieder zurück-" gezogen. Nachher haben wir uns entschlossen, den Antrag einzubringen, der Ilmeiy vorgelcsen ist und daran knüpfte' sich die Bemerkulng des Herrn Vorsitzenden, die er jetzt selbst in seiner Rede erwähnt'hat. Ich möchte nur! ganz wenig zur Erläuterung des Standpunktes des jüdischen Iugendvercms in Leipzig, der aus^ 300 Mitgliedern besteht, sagen. Wir haben die Ansicht vertreten, daß diese Anträge, die heute int Mittelpunttc unserer Beratungen slandeil, nicht diese große Wichtigkeit haben, und zwar aus dein Grunde, tveil wir uns in Partei, Zänkereien nicht hitzcinzuinischen haben. Ter Herr Vorsitzende war anderer Meinung, und nachdem die Tagesordnung dies bereits gestern erkennen ließ, hätten wir gestern nachmittag schömiinit diesen Ihrer Ansicht nach so wichtigen Anträgen beginnen können: dann hätten wir heute etwas mehr sür die Jugendbewegung leisten können. Von diesem Gesichtspunkte aus sind wir getragen iporden bei den Berahmigen, die wir in Leipzig gepfldgen haben» Wir konnten uns nicht denken, daß, wenn wir Ihnen vorschlagen würden, durch Uebergang zur Tagesordnung die Anträge zu erledigen, Sie dies ohne weiteres genehmigen wiirden. Aber wir haben uns gesagt, daß aus diesen