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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 218

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 218 (sequence 59)
Language
German
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— 2 IS — '!>, . Apfel: Das Wort zur Begründung der Stellungnahme gegen l^ebergang zur Tagesordnung dal Herr 1M-. Rieger-Hamburg. I>r. Ricger (Hamburg»: Meine Tamen und Herren! Sie haben bereits den ganzen Borinittag der Frage der Stellung des Jugendbundes zum Zentralverein gewidmet, und es wäre ein Unrecht, den Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung anzunchmen, nicht etwa, weil wir tins gekränkt fühlen könnten, sondern es wäre ein^klnrecht gegen eine große Majorität von Vereinen, die.die Frage der Stellung des. ZeNtralvereins zum Jngendverbande anders betrachten. Wenn wir jetzt die Debatte'plötzlich dnrct, einen derartigen Antrag abbrechen 'würden, dann bin id> überzeugt, »vürde mancher Stachel, der durch die Tedatte des Boriüittagcs hervorgerufen ist, Zurückbleiben. Es ist aber die Aufgabe der bentigen Tagung, einen friedlichen Ausgleich zu schaffen. Tieien friedlichen Ausgleich bilden die Anträge, die Ihnen vorgelegt worden und, und um des lieben Friedens »villen bitte ich Sie, noch eine balbe Stunde oder auch eine ganze Stunde der weiteren /ilärung dieser Angelegenheit zu widmen. Wir müssen erst die Vertreter aller verschiedenen Parteien soweit gehört haben, als es notwendig erscheint. Ich bitte deshalb mit aller Energie darum, daß Sie die Debatte nicht mitten in' der Sache abbrechen, sondern ruhig noch eine halbe oder auch eine ganze Stunde dieser Frage widmen, um völlige Klärung zu schaffen. (BravcUi I >r. Apfel: Wir befinden uns itiiViiitfrr in der Abstimmung über den Antrag ans Uebergang zur. Tai^esorduung. Ich habe keine Ahnniig davon, wie das Ergebnis ansfallen wird, aber ich richte schon jetzt die Bitte an Sie, das Ergebnis, wie es auch immer'sein möge, zu respektieren. Ich lese Ihnen die einzelnen Namen, der Vereine vor und bitte Sie, abznstimmen, bitte aber, das; derartige Vorkommnisse wie heute vormittag sich nicht wiederholenz die Vereine, die gespalten abstimmen wollen, mögen sich vorher über die Stiinmabgabe verständigen. Ich bitte die beiden Herren Stimmenzähler, sich zusammen zu setzen, damit keine Mißverständnisse aufkommen können. Es wird nur abgestimmt mit „ja" oder „nein": ^ver „ja" sagt, ist für Uebergang zur Tagesordnung, wer „nein" sagt, ist dagegen. (Tie Abstiinmnng wird darauf vorgenommen.) Meine Tamen und Herren, die Abstimmung hat folgendes Ergebnis gehabt: Für Uebergang zur Tagesordnung.sind abgegeben worden 94 Stimmen, dagegen 69 Stimmen, und 15 Vertreter haben sich der Stimme enthalten. Ter Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung ist alib angenommen worden und damit ist die Debatte erledigt. Zur Abgabe einer Erklärung bat das Wort Herr Rechtsanwalt I>r. Simon-Berlin. I>i. Simon (Berlin»: Meine Tamen und Herren! Ter Verbandslag hat durch seine Stellungnahme soeben die Debatte erledigt. In Anbetracht >des Umstandes, daß ich den Beschluß des Verbandstages für außerordentlich bedeutungsvoll halte, will ich — zunächst für mich — folgende Erklärnng abgebcn. Ich habe mich aber in der Pause bei

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