Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 217 (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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— -217 — niiijli .liif Uobcrflainj 311'r i'äcic der Vereine Leipzig doch von Einfluß'auf Ihr Urteil über f»en r'lji Tagesordnung sein könne. Ter Vorsitzende verliest daraus Dit4 'Jlntit und Glciwitz, von denen der Antrag des! Vereins Leipzig zurückgezogen wird. Ter Antrag Gteiwitz lautet:. ' . ' ' Ter Telegiertentag kann die Astfsasstmg, als bekunde die Zenrralvereinsresolution ein Abrücken. 1 vom neutralen Boden nicht teilen und erachtet daher die Gegnerschaft von Zionistischer Leite für objektiv unbegründet. Er ivürde einen Mrssengustritt der Zionisten bedauern, mit denen, soweit sic auf der Gruüdlage des Verbands», stalutes stehen, weiterhin gern zusammengearbeitet werden soll. I>r. Apfel: Ter Antrag Leipzig ist also wieder zurückgezogen. . Das Gort zur Begründung seines Antrages auf Uebergang zur Tagesordnung hat Herr-Löwenstein. Löwenstein (Aachen): Meine Tanien sind Herren! 45 Vereine haben — ich brauche'die Namen der eiu.zclnein Vereine wohl nicht vorzulesen — den Antrag gestellt, die Angelegenheit^ durch Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen. An die anderen Vereine habe jch leider nicht mehr hcrantreten können, da diePaust mir nicht die genügende Zeit dafür liest. Ich bitte diejenigen! Vertreter, bei denen ich nicht gewesen bin, das zu entschuldigen. Ich bin! überzeugt, daß sonst noch eine viel größere Anzahl den Antrag sauf Uebergang zur Tagesordnung unterschrieben haben ivürde. j Meine Tanien und Herren! Wirs sind zu ernster Arbeit hierher gekommen und haben ein sehr großes Programm vor uns. Nach dem Programm, das uns zugeschickt worden ist, sollte bis zur Pause der grösge Teil unserer Tätigkeit schon erledigt ein. Tie ganzen Anträge sollten schon durchberaten sein, und tchr haben tatsächlich bisher nur über die beiden Anträge Berlin und Kiel beraten. Sie sind aber nicht hierher gekommen, um lediglich über Pest beiden Anträge zu verhandeln. sondern Sie wollen wirklich pösitivc praktische Arbeit leisten (Lehr richtig!), und wenn Sie nach Hause kommen, wollen Sie.auch darüber berichten können, das; Lic wirklich etivas gehört haben, in welcher Weise in den Vereinen weitet gearbeitet werden sgll. Ich glaube daher, haß Sie aus diesem reist praktischen Gesichtspunkte her-- aus, für meinen Antrag stimmen werden.! Ich möchte.nur einige Bedenken, die eventuell Auskommen könnten! vorweg widerlegen. Zu» nächst das Bedenken, daß vielleicht die Antrstgsteller durch den Antrag getränkt sein könnten. Ich glaube nicht, dcP diese Möglichkeit-besteht. An und für sich könnte der Uebergang zur Tagesordnung eine Kran? kung bedeuten,! aber wir haben ausörücklick in unserem Anträge geschrieben: „Shnc eine Ztritik an den haben wir den Antrag nur gestellt im Wir »vollen keine Kritik üben an den Anträgen zu üben", und zwar Instvesse der praktischen Arbeit.. Anträgen, sondern nur Raum schaffen für positive Tätigkeit, und ich glaube wohl, dast Sie alle dazu Mitwirken wollen, das zu tun.! Wenn wir hierüber ab» stimmen, so tun wir das nur aus d esem i praktischen Gesichtspunkte heraus. Ich bitte Sie daher, über olle Aifträge zur Tagesordnung überzugehen. i ’t* .i'l