Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 213 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4926451-6352289-6352366--0625-4926749- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 213 — l)i-. Apfel: (sj jft soeben eine wichlige Erklärung abgegeben worben. .Herr I>r. Weißmann bekundet, daß er im Namen der anwesenden Zionisten gesprochen habe. Es ist nicht etwa ein Zweifel an den Worten des Herrn I>r. Weißmann, aber da, wir hier keine Parleigrupprerung und keine Fraktionen unter uns! bilden, nehme ich diele Erklärung des Herrn I>r. Weißmann als zutreffend zur Kenntnis. es sei denn, daß einer der anwesenden Zionisten widerspricht. Ist-. Mrner «Bonn).- Ich widerspreche als Zionist den Ausführungen de» Herrn Kollegen Weißmann. Ich bin nicht gefragt worden und bin nickt damit einverstanden. Ich werde nachher bei der Begründung meines Antrages darlegen, warum es nicht eine Brücke ist und warum wir ruhig im Verbände der jüdischen Iugendvercine bleiben können. «Beifall.) ■ , - " I>r. Simon (Berlin» zur Geschäftsordnung: Ich inöchte die Feststellum». nicht unterlassen, daß selbstverständlich von einer Fraktion, die ficli geeinigt hat oder Beschlüsse stillschiveigend billigt, nickt die Ncde sein kann. Wenn Herr Weißmann iin Nanren seiner Frcukidc spricht, so ineint er das selbstverständlich, soweit er deren Stimmung beurteilen kann. Von Fraktionsbilhung oder stillschweigender Zustimmung iil nicht die Rede. Nechtsanwalt Pasch (Berlin), der von scinem..Platze aus spricht und zum größten Teil unverständlich bleibt, bemerkt, daß er selbst zu den Unterzeichnern des Antrages Hamburg gehöre: er habe sich in keiner Weiie von dem Wunsche leiten lasten, eine Brücke zu bauen. A'echtsanwalt 1 Weißmann (.galtowitz) zur Geschäftsordnung: Ich wollte nur zur Aufklärung das sagen, was Herr Nr. Simon schon gesagt bat. Was ich gesagt habe, ist mir die privat? Stimmung, die ick in meinem .greise festgestellt habe. Wenn die'Antragsteller trotzdem ihre Anträge aufrecht erhalten, kamt ich nichts dagegen tun: ich wollte nur erklären, daß wir Zionisten, wenigstens meine näheren Bekannten, uns der Abstimmung enthalten. Wicsncr «Pyritz) zur Geschäftsordnung, zum Teil unverständlich, führt aus, er habe gleich im Anfang der Debatte eine Friedens¬ und wenn diese anwürde man sich viel Friedensantrag an- Stunden für.diese- Teresolntion eingercicht oder einreichcn wollen, genommen beziv. vorgelesen worden wäre, so .gopfzerbrechen erspart haben: wenn dieser - genommen ivorden chäre, hätte inan keine zwei batte gebraucht. De. Apfel: Tas gehört aber nickt mehr zu^: Geschäftsordnung.' Ilcscr (Hamburg) zur Geschäftsordnung: Tamen und Herren! Im Namen der Antragsteller des Hamburger Antrages möchte ich die Telegiertenversainmlung bitten, einem Ham burger Zionisten und einem Hamburger Nichlzionisten zur Begrün düng des Antrages je 5 Minuten das Wort za erteilen. J)i\ Apfel: Aber. Herr Leeser, es liegt Beschluß der Telcg!iertenversamnilung vor. anderes übrig, als bei dem gefaßten Beschlu spricht einer für den Antrag, und es spricht eister gegen den Antrag Ta diese Sache längere Zeit in Anspruch nehmen'wird, niacke ich nun eine Pause von 2—1 ö3 Uhr. doch ein einstimmiger bleibt uns nichts »e zu beharren. Es E (Pause.)