Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 204 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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— i'U4 — i. ■ ■ . j ordentlich ungünstig bemcrfbar machen, miö öcn ruhigeren und Salier politisch., geschulteren Zionisten 'unterschieden werden. Nirgendwo häbgiljm'Westen unsere-:- Vaterlandes die Iugeiidvcreine den Zionismu-:- bekämpft: aber die Zionisten mis;brancl)en die Iugendvercine, um ’ hier ein Horum zu schaffen, an dem wir neutralen Jugcndvercine über andere Organisationen zu Gerichte sitzen! sollen. Wenn wir heute in dieser Zrage -7der Zentralvereinsfrage — irgendwie ander-' entscheiden, als wie es seilen?- des^Vorslandes vorgeschlagen ist, so läge darin ein Zugerichtiitzen über interne Vorgänge anderer Organisationeil! (Bravo!i Meine Tamen und Herren! Oer Herr Vorredner har damit geschlossen, das; er sagte, soweit sei es gekommen, das; er und 'eine zionistiscken freunde sich zu Hütern der Neutralität aufwerfen müs;:en. -.Welch erfreuliche Weitdung! früher riefeir die Zionisteit: Neutraliiär ist llnsinn, ein Verein ans neutraler Basis kann überbanvt nicht bestehen! Tein gegenüber staben wir hundert Mal betont, daß die Neutralität nur, der Nastmen ist zur Erziehung von Veriönlichkeiten, das; wir mitnichten neutrale Personen erziehen wollen. Wenn die Zionisten Nenlraiitäl für Unsinn halten, wesstalb sind sie denn überhaupt l stier? Wenn der Parteisekretär der zionistischen Vereinigung für lOentschland. Herr sl»rt Blnmenfeld in Ciölit, offiziell er- . klärt, ,es nicht an der Zeit, znm Oammeln zu blasen, wenn er den. Kampf seljt'st als hohes Ideal stinstellr, dann fragen wir uns vergeblich, w.ls dann die Mitarbeit jener Herren in den Iugendvereinen eigentlich bedeuten soll. Wenn die Herren sich dann noch obendrein als die berufenen Hüter unserer Neutralität hinstellen wollen/ w fällt cs schwer, nicht zu lächeln. Und welch unsinnige Behauptungen, welch stästliche Agitation wird seitens der Zionisten gegen uns ste- ' trieben! Ta ist es schwer, rüstiges Blut zu behalten. Man bedenke, das; seitens, der Mitglieder der nationaljüdifchen Turnvereine skrupellos die Bestanplnng aufgestellt wird, die Mitglieder unseres Vereins, seien überhaupt -keine Juden mehr. Judentum und Teursäunm seien unbctfträglich miteinander! Wir werden als Asfimilanten und Gott weih.was für Genasten hingestellt. Gegen solche Änwürfe steif;- es einfach nniererseits noch mestr und noch intensiver als bisher zu arbeiten. 'schien Oie mich noch eins sagen, meine Tamen und Herren! - Nls die Zentralvereinsresolution ankam, stabe ich in Cöln einigen! maßgebenden Zionisten erklärt, das; wir alles tun möchten, um den "^Frieden zu wahren, das; wir gemeinsam erwägen wollten, ob sich nicht unter bestimmten Garantien ein Weg finden liehe, daß auch für sie ein Weiterverbleiben in unserer Organisation erinöglicht würde. .Waswar die Antwort auf meinen Vorschlag? Oofort wurde her Izionistische Herzlklub gegründet! Ich begreife nicht, wie die Herten den Mut haben und'sagen: Wir sind es, die die Zionisten unter allen Umständen ans unserer Organisation steranshaben wollen! Oolche Bestanprnngen werden durch Vorgänge der geschilderten Art sst,tagend widerlegt. Ick gebe zu, das; die Herren bis vor Jahr und Tag, besonders stier im Westen, loyal' und arbeitsfreudig mit uns gearbeitet staben. .Heute aber ist bei uns im Westen die Parole der Zionisten