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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 202

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 202 (sequence 43)
Language
German
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— 20J auseinchiöer strebenden Elemente zuiamm^nzuhalten.uno für gemeinsame praktische Gegenwarlsarbeit in echtem Toliöaritätsgefühl zu verbinden. Jeder, der den aufrichtigen Wunsch hegt, daß die immer schroffer werdenden Varieigegeniätze nicht die Macht haben dürfen, die gegenüber dem gemeinsamen Gegner notwendige geschlossene .straft der Gemeinschaft zu schwäcben, wird diesem Wirken des Zentralvereins besonderen Tank zollen. Und der Vertreter des Zenrralvereins beim vorigen Telegierrentage ha: gesagt: Wie der Zemralvercin alle Richtungen. Trthodore, Liberale, Zioninen und Anlizioninen umfaßt, so müssen auch die Fugendvereine alle Richtungen umfassen. Gewiß finden sich bei der Jugend Gegensätze. Aber es wäre doch traurig, wenn z. B. Zionisten und Anlizionislen uiw. nicht so viel Gemeinsames fänden, um in Frieden zusammen arbeiten zu können. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann münen wir einig sein. Darauf kommt alles an. Tie Jugend- , vereine werden nur bestehen können, wenn sie neutral sind. ' Meine Damen und Herren, diese Einigkeit des Judentums in gewissen Fragen ist durchbrochen worden vom Zenlralverein. Tiele Einigkeit eristiert durch die Tämld des Zentralvereins nicht mebr. und desbalb sind wir vervilichiet, den Zentralverein im höchsten Maße zu bekämpfen und deshalb kann der Perband der Fugendvereine ' unter keinen Umständen dulden, daß der Vertreter de-; Zentralvereins weiter dem Vorstände angekört. Kommen Tie trotzdem zu einer anderen Ttcllungnabme. io drängen Sie uns Ziouinen — das ist meine persönliche Ueberzeugnng — aus dem Verbände der Fugendvereine heraus/ Tann wird die Mitarbeit der Zionisten in ibm aufhören. Mein Freund Blumenfeld bat auf der vorigen Tagung in Hannover unter Fhrem Beifall gesagt, die Fugendbünöe sollen Kampfplätze des Geistes sein, und das, was die westdeutsche Bezirksversammlung vorschlägt, liegt in derselben Richtung. Run/ineine Tarnen und Herren, diese Mahnung verstehen Tic falsch, wenn Tie ineinen, daß es sich um .Kämpfe bandelt, durch die Tie der Minorität Ricderlagen beibringen und die Minorität' herausdrängen aus dem Verbände der Fugendvereiite. Kampfplätze des Geistes können die Fügendvereine nur so lange sein, als Leute vorbanden sind, die die verschiedenen Ansichten vertreten, also sowohl Zionisten als auch Aniizionisten. Aber nicht Kampfplätze des Geistes werden die Fugendvereine sein, wenn Tie uns Zionisten hinausdrängen, sonder»'dann werden es Plätze fein, auf denen die Rur-Reutralen, diejenigen, die stir «ich selbst zu keinem persönlichen Tkandpunkt koniinen können, sich betätigen, und es wird im Verbände kein frohes .Kampfgeschrei, sondern Friedbofsrube herrschen. lTcilweiser Beifall.) Ter Vorsitzende verliest Begrüßungstclegramine der -Vereine in Liegnitz. Emden. Freidnrg. Bromberg und esti iebr ber.zliclvs Tchreibe» des Herrn Rabbine.r I>r. Finkel-Berlin, das mit beionderein Beifall aufgenonliuen :vird. Er gibt ferner bekannt, daß die Wtindergrnppen der Vereine Berlin, Eöln und Hamburg von ihren Pfingsnabrten den Telegierrentag begrüßt haben. tLebbaner Beifall.)

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