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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 189

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 189 (sequence 30)
Language
German
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— 189 gleichen zu lüften'. Wozu der deftige Ltreit bei uns in Deutschland? Er lönnte ein.mehr theoretischer sein, in ruhigen Formen geführt./ Nun will ich nicht herkennen, um das Problem von allen Leiten zu »eleuchten, daß meines Trachtens es auH durchaus im Interesse, des Ltaatsbürgerkampfeß und im Interesse hes Zentralvereins liegt, wenn wir die bisherige enge Fühlung mit diim Zentralverein behalten. Tiefem würde sonst der, tüchtige illachwuch^ fehlen; es würden vielleicht solche Leute in die Leitung und in die Führung der Ortsgruppen - kommen,. die nicht von vornherein so!begeistxrte Anhänger des Ltaatsbürgerkampses sind, wie wir es sind. Ferner führen wir dem Ltaatsbürgerverein Tatstende von Mitgliedern zu. Aber die Hauptsache, meine Damen und Herren —j das muß auch einmal aüsger sprachen werden — ist doch, daß innerhalb des Zenttalvereins weittz Preise sind, denen die Jugendbewegung sehr unsympathisch ist,-die die Jugendbewegung bekämpfen, fiir ein llngllick anseben. Und ich bin der Ansicht, daß wir Juzendvereinlcr, wenr es einmal dahier kommt, f im Verein mit der jetzigen Leitung des Zenlralvcreins ein sehr reidies Arbeitsgebiet in der Erziehung dieser Mitglieder zu einer, besseren Einsicht haben. Und nenn unsere heutige Tagung schließlich nicht geichlosseit werden soll, )hne daß man der Hossnung Aufdruck geben darf, daß einmal eine Verständigung herbeigesübrt wird —1wer wäre dazu geeigneter, als wir Jugcndvereinler, die wir im Zentralverein bleiben und vielleicht dort zu Einfluß gelangen? Ich glaube, . das wäre die schönste Art uhd Weise einer Versündigung, wie ich sie mir von unserem egoistischest Jugendvereinsstaudpunkt vorstelle. Da» ist aber nicht möglich, weny wir beute dem Ze rtralvereiu den Ltubl vor die Türe setzen. j Ein Freund unsereir Bewegung, esu stouist, bar als Ausweg empsohlen: Falls die Anträge Uiel-Berlin >abgelelntt werden sollten, was der V o r st a n d. I h n e n d u r di n| i di e in psie b l t, dann beidiließt dod> wenigsteiis als hübsches .(toiiiproniiß, daß-in Zukunft alle großen Organisationen mit beratender stimme in 0o»i Verbandsvorstand ausgenommen werden können.. Ich!perlönlidi wiirde das.-mit der allergrößten Freude begrüßen, und idi bemerke, daß id,.einen diesbezüglichen Antrag nur deshalb ablehnen würde, weil er-absolut 'überflüssig ist nach unserem Ltatut, da Die ja Ihrem Vorstand in der letzten (Generalversammlung die Ermäditigung erteilt haben, agd> anderen Lrganisativnen, wenn er sie für geeignet hält, einen 3its in Unserem Verbände einzuräumen. > Aber denkenLie »id>t — idi betone das mit aller Schärfe —, daß ich ein solches .Kompromiß befürworten würde, um Oel in diese Debatte zu gießen, um die Wogen der Erregung zu glätten. .Ich sage, daß ich midi energisdi dagegen wehren werde, daß eine zionistische Vereinigung mit der Posener Resolution oder wenigstens mit der so begründeten Posener Resolution zu uns kommt. Eine zwnistische Vereinigung aber, von der idi die Ueberzeugung habe, daß sich die Anschauungen bezüglidi der Jugendbewegung geändert haben, daß sie mehr Verständnis für uns ge-, wonnen hat, daß unsere Freunde in ihr die Oberhand gewonnen haben, würde idi mit der größten Freude j in den Verbandsborstand . ausnebmen. Run wird entgegengebalt^n: „Wenn wir .auch

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