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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 178

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 178 (sequence 19)
Language
German
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— 178 - •iiultur Mitarbeiten und der durch unsere Religion und unsere Gc» schichte geheiligten Gemeinschaft treu 'bleiben!" Und nun kommt der kritische Satz: „Soweit der deutsche Zionismus danach strebt, den unterdrückten Juden des Lstens eine gesicherte Heimstätte zu schaffen, den Stolz de:- Juden auf seine Geschichte und Religion zu heben, ist er uns als Mitglied willkommen. Von dem Zionisten aber, der ein deukjüics Rationalgefühl leugnet, sich als.Gast im fremden Wirtshaus und national nur (Zurufe: Rur!» nur als ggide fühlt, müssen wir uns trennen." (Stürmisches Sehr richtig!) v>di darf wohl die Gründe derjenigen unter ^hnen, die nach dieser Resolution den Zciitralverein nicht mehr als neutral betrachten, in dem einen Satze zusgmi^e.izufassen. das; Sie sagen: „Ser Zcnlralverein Hai durch die ','lnnahine die'er. Resolution bekundet, das; er Zionisten nicht mebr haben will; daher ist der Zeiitralverein nicht mehr neutral und kann im neutralen ^ugendverbande ein Vorstandsaml sticht mehr bekleiden." Sie logische Vorfrage, die wir gellen miissen. ist natürlich, wie Sie ivobl alle von sewst erkannt h'.ben werden, die folgende: Verlangt unier Verbandssl'a!»!, verlangt das (Gebäude unseres Perbandes d. f; innere Vorstandsorganisationen überhaupt neutral 'ein müssend (Sohr richtig!» Wenn man lediglich formell die Sache betrautet liuis; man diese Zrage verneinen, da näckilich 1 unseres Verbands slö.iits iagl. das; unser Verband lediglich die Forderung der' neutraler jn.ijchen Zugendvereine begaeckt. Es ist daber statutarisch nichts da gegen ei»-giwendon, wenn irgend eine, auch nicht neutrale 'Srganisa tiöv. die Interesse ^ür Jugendpflege hat. bei uns mit beratende Sti nnie mitarbeitet, solange ne sich, nicht eine unbefugte Beein fluswng nnierer Prinzipien gestaltet. Bei Erörterung dieser ^rag> kann man feslstelle», wie ui'hislorisch. unvorbereitet, wie ohne einx >ien!il:iis der Materie, naw Rrt von eiaffeehausgesprächen jüdisch Politik ve n mancher Seite gemacht wird. l>ch erinnere Sie daran verehrte S'legierte, das; die ,Srage der '.'lufnahme des Zentralvereins uii, Haupt'treitpiliikt bei der Vegründnng unseres Verbandes ival. Wir haben moiiatelange Verhandlnngen darüber gehabt: speziell die '.ibnisliichen Herren' 'agten: ..Wir kennen einen Verband nicht miibegrüuden. in dein der Zentralver.ui:als Patron mit beratender Stimme ülzt, weil durch >' l des Zenirglnereiiisstalins den Zionifter unmöglich geiüacht wird, überhaupt in den Zentralverein hinein;i - -geben und dieser daher nicht n -Ural ist." Sarüber waren auch in der. Gründungsversamnunng und in den Vorveraandlungen — leien Sie-doch die Sachen nach! — sehr lebhafte S 'balle! . '.'ludere Zionisten ia.stcht. wiederum: ..Unter Zurückstellung gewisser Bedenken kann inan db.a als Zionist das Zentiaiver'':nsslat:il unterschreiben." >!nr; und gnr: 'Meinung stand gegen Meinung. Wir einigten uns schliestlih dal i:i: '.'Rag iufu der sientraiverein vom Standpunike der Zionistr aus neutral sein oder nicht, wir ivoilen ua.ier keinen Umständc.i einq« (t'ilgeilj'verbaiid gründen, wenn wir den Zentralrerein nicht dab haben. So sprachen wir nicht egwa um der schönen Rügen des Zen i

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