Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 177 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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an -Ja' — 177 —■ Berliner Iugendbundes bade ich einen Protest an den Vorstand des Berliner, Iugendbundes gegen die Einbringung de-:- heutigen Antrages gerichtet, da ich als Mitglied des Berliner Iugendlmiides es mir ganz energisch verbitte, dast mein Vereinsvorstand, ohne meine Ver einsgenossen und mich in einer Generalversammlung zn'fragen, dex ariig schwerwiegende Beschlüsse fasse, die die Eristenz des Bereins de!rohen. (3cbr richtig!» Ich erkannte zu Beginn der hentigen Verhandlungen an, daß'in dieser Frage Mcinnngsverscknedenheiten herrichen: daß aber der Brief an den »ieler Verein nur ans der obigen Ervägnng heraus geschrieben war, können Sie mir glauben. Und Wern wir dann später geschrieben haben, wir möchten m einer so wiibtigen Angelegenheit mit dem Uieler Verein, der aus einigen weicheil Rainen und Herren besteht, der erst seil ganz kurzer Zeit in nii ierein Verbände ist und der nach unserem Empfinden deshalb noch nicn io sehr überblicken kann, was unserem Verbände frommt und nioit frommt, freundschaftlich über diese -Angelegenheit sprechen, und ibnji, bevor sein Antrag in die Lcffentlichkeit kommt, auch die Gegennde geltend machen (sehr gut!), wenn das eine Verletzung des irralitätsprinzips sein soll, und nicht im Gegenteil eine-absolute Pflicht der Berbandsleitnng, dann «kenne ich mich wirklich nicht mebr an», (lebhafter Beifall.) ''.■■■■ \ Zur Beurteilung Ser bedenlsamen Frage, die Sie leider zn entscheiden haben, ist folgendes als grundlegend anzusehen: -Wie lautet der 8 1des Statuts des Zentralvereins deutscher' Staatsbürger jiimidjcii Glaubens? Ich lese nur den Kernpunkt vor.- Er besagt, dast der Zentralverein als seinen Hauptzweck die Sammlnng der deutschen Inden ohne Unterschied der-religiösen und politischen Nickitung betrachtet, um sie in der tatkräftigest Wahrung ihrer staatsbjirger. lickien und gesellschaftlichen Gleichberechtigung und — nun kommt die Hauptsache — i n der n n b e i r r t e n P f l e g e deutscher G e - s i g n u n g zu bestärke n. Meine Damen und Herren! so leid es mir lut, mus; ich Sie damit behelligen, auch die vom Zesttralverein in feiner Hauptversammlung angenommene Nesolution im Wortlaut anzuhören, da ich meine Hand dazu nicht bieten kann, das; in einer Delegienentagnng unseres Verbandes die Angelegenheit so besprochen wird, wie an anderen Stellen, wo die Betreffenden die Sache entweder nicht richtig gelesen haben, nicht richtig lesen konnten oder nicht richtig lesen wollten. (Beifall.) Diese Nesolution lautet: „Der Zentralverein bezweckt nach 8 1 seiner Satzung, die denrichen-Juden ohne Unterschied der re Nichtnng zn sammeln, um sie in der staatsbürgerlichen und gesellschaftliche» Gleichstellung sowie in der. nnbcirrten Pflege deutscher Gesinnung zu. stärken. Hieraus ergibt sich die Stellung des Zentralvereins zu den Zionisten. Wir verlangen von unseren Mitgliedern sticht-bloß die Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten, sondern deutsche Gesinnung und die Betätigung dieser Gesinnung im bürgerlichen Leben.- Wir wollen die deutsche Iudenfrage nicht interna des deutschen Vaterlandes wollen wi igiösen oder der.politischen tatkräftigen Wahrung ihrer ional lösen: ans dem Boden r als Tenticke an deutscher