Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 176 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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— 176 — leider um unsere Bewegung überhaupt nicht kümmerten unö einig wenige au-:- Unkenntnis ihr Schwierigkeiten machten. Ich benutzte dann die Gelegenheit, um — obschau da-:- vielleicht parlamentarisch nicht mehr statthaft war, da Sie diesbezügliche Debatte bereits abgeschlossen war — zu betonen, dajz das Argument, das Herr Professor Zalkenheim am Vormiktng als Begründung der Zionistenresolution in die Debatte geworfen hatte, daß nämlich seine: Ansicht nach die Gefahr besiehe, das; die gesamte jüdische Ingen' Deutschlands zionistisch werde, wenn sie es nicht schon geworden sei. nach meiner Erfahrung durchaus nicht stichhaltig sei. daß ich int Gegenteil bemerkt habe, das; gerade weite Kreise der von mir geleiteten Jugendbewegung nicht zionistisch seien, schon allein aus bem Grunde, weil untere sechzehn-, siebzehn-, achtzehnjährigen jungen Mitglieder in diesen Aragen noch keine Stellung genommen hätten. Ich stelle anheim, im Bureau des Zeutralvercius das Stenogramm mciücr Rede nachzulesenman wird dort finden, das; ich wörtlich ntm inhaltlich nichts anderes gejagt -habe. Ich glaube nicht, meine Befugnisse überschritten zu haben und aus der Reserve herausgetreten! zu fein, die mir meine Stellung als Verbandsvorsitzender auferleg:. Ich flöchte aber prinzipiell erklären, daß ich mir in allen anderen Organisationen, denen ich angehöre, meine persönliche Stellungnahm.> durchaus Vorbehalte.' (Zustimmung.'« Ich gehe nun über zu den in Betracht kommenden Aulrägeu. E: ist vom >lieler Verein beantragt worden: ..Der jüdische Iugendverein Kiel beantragt, den Ditz des Zen tralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Votslande des Verbandes der jiibücben Iugendvereiue Deutschlands v: streichen." Es liegt weiter vor der Antrag des Berliner Vereins: „Der Vorstand des Iugendverbandes bezw. der Delegierten - tag beschließt, das; der Zeutralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens infolge der kürzlich gefaßten Resolution, fein, Stellungnahme zum Zionismus betressend, nicht mehr als neu kraler Verein im Sinne der Verbandsstatuten angesehen werde t . kann." Mit Riickstchi auf eine Aeußeruug des Gerrit Vorredners rieb:, ich an die Delegierteuversammlung die Arage, ob man in der Ta: jache, daß wir von der Geschäftsstelle aus an den Kieler Vorstau> die Arage gerichtet haben, ob der Antrag Kiel ordnungsmäßig zr - standegekommeu sei, eine Beeitzflussung erblicken kann? iZurui: Jawohl! lebhafter Widerspruch.« Diese Anfrage ist an sämtliche Vereine gerichtet worden, die überhaupt irgend einen Antrag zur heutigen Tagesordnung gestellt'haben (Hört! Hört!» und zwar'aus dein . Grunde, weil Fräulein Berliner und ich den Standpunkt ve>- treteu, daß nur solche Anträge von Vereinen hier vor die Delegierter- Versammlung gehören, die auf Grund von Generalversammlung-: - beschlüssen gefaßt werden. Den Vereinsvorständeu steht ein Antrag; - recht an die Delegierteuversammlung nur Sann zu, wenn in dem Statut des betreffenden Vereins der Vorstand hierzu generell ei - mächtigt ist. (Ziistimmuiig.« In meiner Eigenschaft als Mitglied des