Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 175 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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— 175 — sondern erklären deutlich: Ter Beschluß richtet sich.gegen alle Zionisten, (lebhafter Widerspruch, Zuruf:. Nicht wahr!) Das-ist ein etwas kr hner Ausdruck, nicht wahr? + , Ih\ Apfel: Wir wollen nicht so empfindlich sein. Ter Ausdruck „nicht wahr" ist absolut parlamentarisch. Er ist selbstverständlich nur jo gemeint, daß die betreffende Behauptung objektiv nicht richtig ist. Goldschmidt: Ich batte geglaubt, es solle gesagt werden, daß der Vertreter so gesprochen hätte, wäre nicht richtig: darauf hatte ich das bezogen. Ich glaube, daß es nicht angängig ist, daß wir eine nichtneutrale .Vereinigung im Vorstande haben. Tenn die Zitze sind da, damit die Zerren ihre Meinung geltend machen, und der Vertreter des Zcntralvüreins her deutschen Staatsbürger jüdijck>en Glaubens wird natürlich auch im Verbandsvorstande diese antizionistische Gesinnung deutlich dm Ausdruck bringen müssen. (Zuruf: Natürlich!? Heiterkeit.)! Wir baben uns hier als neutrale Ingendverbände zusammengeschlossen: wollen Zie Iv i r kl ich diese Neutralität aufrecht erhalten, ioimüsien Zie meinen Antrag annehmen. (Lebbaster Widorsprüch, teslweiier Beifall.) Ist-. Apfel: Während ich spreche, ivird Herr N^chtsamvalt dicksten bcrg die Leitung übernehmen, »,'eckst.samvalt dicksten borg (Hannover): Ich bitte und Herren, sich möglichst ruhig zu verhalten, di? verehrten Zuhörer, die nicht Delegierte sind, sich jeder Aenßerung des Mißfallens oder des Beisalls und vor allen. Tingen jeglicher Zivifchenrufe zu enthalten. (Zehr richtig!) Zie figd nur Zubörer >nid mbmen nicht au den Beratungen, auch nicht durck T is Wort bat nunmehr der Vorsitzende des Verbandes, Herr .College I>e. Apfel. i , Nechtsanwalt Ist'. Apfel (Berlin): Meine Tl A if Grund einer Aenßerung des Herrn Vorredi ers »ruß ich eine persönliche Bemerkung vorausschicken über das, was ich in der letzten Gmeralverjammlung des Zentralvereins deut jüdischen Glaubens in meiner Eigenschaft als Te ak>er, meine Tamcn Außerdem bitte ich amen und Herren! g.fuifation gejagt habe. Jäh sprach, wie ich deiner de», Punkte „Zentralverein und Zionismus", Nachmittag stattfindenden Generaldebatte. Ich Aenßerung unseres verehrten freundes Herrn I cber Ztaatsdürger legierter dieser Treu möchte, nicht zu ondern in der am knüpfte an eine st. Nieger atn der ciiti'r der wärmsten Befürworter unserer Bewegung ist und der am Vormittage dem Vorstände des Zentralvereins )eir sehr lebbasten Vorwurf gemacht batte, daß er unseren Iugendverband, den er als eine der bedeutendsten Erscheinungen des moder, en Judentums beze chnete, nicht genügend unterstütze. Ich erkläite, M ine Loualitätspslicht erachte, zu betone», daß.die Leitung des Zeuiralvereins — ich meinte die Gejamileitnng — ins in jeder Weile id'ell und materiell unterstützt bade und daß ich de:- Iugendverbandes den wärmsten Tank anssti fügte binzu. daß ich nicht dasselbe Lob an die gruppen des Zentralvereins richten könne, von lenen zahlreiche sich ihr dafür namens rechen könne. Ich Adresse der Trts-