Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 174 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 174 — Berichte, der im „Deütschen Weid)" erschienen ist, diese Anschauung ngch ausdrücklich hervorgeböben. Bislang bat der Zentralver^ir immer auf dein fliechtsstandpunkie gestanden: er hat erklärt: äi'it deutschen Draarsbürger luiben van der Bersassung diegleicken Pslicktei und Rechte zngeiviejen bekoininen und müssen sie deswegen anck <Ia k:>«-><! beanspruchen Dieter Standpunkt beruhte vor allein au den Schriften Gabriel Riifhers, der iininer die Gleichberechtigung de Hilden als R e ch tstra ge bebandelt bat. Dieser Dtandpnnkl ist jetzt verlassen ivarde». Here Holländer sagt ausdrücklich: „Weit d e u tsche Gesinnung i»i M'iteslen Uinsang des Wortes für die Gleickbereckitign»g der Zuden nnbedingi erforderlich ist, haben wir an dije deutschen Dlaalsbürger das Erfordernis deutscher Gesinnung z stellen." Das wa,r bislang nicht üblich. Rilii könne» wir Zionisten mit NiYcbt sagen, das; wir deutsch (Besinnung haben: aber unter deutscher Gesinnung versieben di Herren vom Zentralverein - d e n t s ch n a t i o n a»l e Gesinnung, die ivir bekanntlichYchlebnen. (Unrnbe.) Die haben ja nachher in dir Debatte (Gelegenheit, auch Zbren abweichenden Dtandpiinkt vorznbrii gen. üc fiu-tn ist es ja auch so geworden, das; die Zionisten alle an dem Zentralverein ansgetreten sind. Das; der Zentralverein kügsrigini Verbände gar nickn neuträl 'arbeiten soll, gelu auch besonders ans einer Rede bcrvor, eint sicherlich nicht i e b r „n e nZ r a I.c n" Rede, die unser Herr Ve ba»dsoeeübender namens des Verbandes der jüdischen Zugendverein der ja neutral sein soll, an die Delegierrenversamnilnng des Zentral Vereins gerichlet.bat. Zin Bericht licifjt es — sch zitiere den Bericht d> Zentralvereins selbst -s-: „darnach dankte Herr 1M\ Apfel-Berlin de Vorstande namens des Verbandes der jüdischen Zugendvereine für b; Unterstützung der Zugendbewegnng und seine absolut Dole ranzt!» in diesen Zragen. Er bittet die Drtsgrnppenvo slä.'.dg des Vereins um stärkere Beteiligung an der Zugendbeivcgun Die deutsckte jüdisch^ Zugend iei keinesfalls, wie., man so oft börje, Zionistisch gesinnt: man müsse sich aber um sie kümmern, damit nicht ü n g e w'a f f n est der •.miiutiidien "Agitation unterliege." (3c6r richtig!» Bieine Herren! Das ist doch nicht ch, c » t r a l g * s p r o ck» e n (Widerspruch, teilweise'Zustimmung'», im Aufträge cim » e 11 t r.a I e n Verbandes, gerichtet an einen Verband, der soeben eimjn Beübliis; gegen die Zionisten angenommen batte! Hier sagt He >»>'. Apfel ausdrücklich, das; der Zentralverein die Zugcndbcwegni unterstüben solle—• das gebt ans den. Worten ganz deutlich bervor - damit sie dort dem E i n f l u s; der Z i o n i st e n die W a g b a I t er Zch glaube also, wir haben vollkommen reckt, wenn wir behauptet, der Zentralverein ist beute nickt mehr neutral (teilweise Zustinimun0 und er tvird auch von den Mitgliedern des Zentralvercins selbst niclit mehr für neutral angesehen. Wer in letzter Zeit mit den Herren das Zentralvercins zusaininengckoinmen ist. weis;, das; sie sich freuen, daß der Zentralverein offen eine antizionistische Haltung angenommen hc t, und die Herren macken den Unterschied zwischen einzelnen Zionistei arten, wie der Telegiertentag ihn zu macken sucht, selchst nicht mft. ti