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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 170

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 170 (sequence 11)
Language
German
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— 170 — Absichtlich sind aus diesem Bericht die Einzelheiten möglichst fortgelassen, aber Sie sehen, daß fruchtbare Saat aus dem Boden unserer Grunüanjchauungen sprießt. Unsere Ausgabe war und ist es, nicht nur die Saat auszusaen, sondern sie zu hüten und nach jeder Möglichkeit zu fördern. Wieweit uns das gelungen ist, überlassen wir Ihrem Urteil. (Lebhafter, anhaltender BeisaU.) lJr. Apfel: Ich spreche im Namen des Berbandsvorstandes und, wie ich in diesem Falle wohl mit ganz besonderem Recht annehmen darf, im Rainen aller Delegierten Fräulein Berliner den tiefgefühlten Tank sür ihre Geschäftsführung, aus. (lebhafter Beifall.) Tie glänzenden äußeren Erfolge unserer Bewegung, die Berliefung unserer Arbeitsmethode, die Verbreitung der Eikenntnis, daß wir mehr Jugendpflege treiben müssen, die begeisterte Hingabe unserer Bereinsleiter an ihre schwierige Anf-gabe, alles dies rerdanten wir zu einem sehr, sehr erhebtichen Teile unserer Geschäilsführerin.'. (Beifall.) Tic heutige Berjänimluilg mit ihrer bedeutsamen Tagesordnung, die in ihrer urspriinglichen Form ein treues Spiegelbild Ihrer Ideen und I h r e r aufopfernden Tätigkeit war, sollte, so war'ihr inniger Wunsch, den Beweis l eferiz, daß die Jugendbewegung über die Anfänge hinaus und m erst ler, sachlicher Arbeit reis sei. Möge auch trab des neu,hinzugetrewien Beratungsstoffes Ihre Hoffnung auf einen unserer Sache würdigen, hllen tleinlichen Gesichtspunkten abholden Verlags dieser Tagung in pollem Maße in Eriiillung gehen. Ich weiß, daß dies fiir Sie die schönste Form des Tankes sein wird,' den Ihnen alle die ans vollem Herfen entgegenbringen, denen Sie über den Alltag hinausgehende Anregung in seltenem Maße gegeben hat. (Lebhafter Beifall.) —Ich treffe die Anordnung, daß alle die Tarnen und Herren, die njn^ Delegierte sind, die Plätze an den lediglich sür die Telegierten bestunmlen Tischen verlassen. Ich ersuche, dieser Anweisung sofort und au-fs strikteste Folge zu leisten. Es ist mir bekannt — die Herren sind inir namentlich bezeichnet worden —, daß sich einige der Zuhörer an die Telegicrientische gesetzt haben. Das erschwert die Abstimmung und hat auch andere Mißstände im Gefolge. Ich hoffe, daß ich nicht nötig habe, die einzelnen Herren bei Rainen zu nennen, sondern, daß sie die ihnen zustebenden Plätze einnehmen; die Plätze für. . Richtdelegierte befinden sich am Schlüsse des Saales. .Ich hohe Istnen namens des Berbandsvorstandes folgende Art der Behandlung der Geschäfte vorznjchlagen. Wir bitten Sie, trotz lebhafter entgegenslcbender Bedenken, trotz geivichtiger Gegengründe, den Antrag »giel und Berlin bezüglich der Streichung des Zentralvcrcins aus unserer Borstandslistc vorwegzunehmcn. Dagegen ist der Gesichtspunkt ins Feld geführt worden, daß wir zunächst Wichtigeres zu tun hätten, als uns mit diesen Sachen zu befassen (sehr richtig!» und daß-es richtiger lei, zunächst unsere bedeutsame sachliche Tagesordnung zu erledigen. Tiefer Gegengrund ist ziveifcllos iebr ernst zu nehmen und wird auch manche von Ihnen veranlassen, für eine derartige Behandlung der Sacke zu stimmen. Aber, - meine verehrten Damen und Zerren, wir haben uns getagt: lieber der ganzen Bersaminlung lagert ein Schatten, >ven» wir nicht diese Frage zuerst und möglichst schnell in präziser und knapper Form erledigen. (Lebhafte Zustimmung.)

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