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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 168

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 168 (sequence 9)
Language
German
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— 168 — ’ojialen Änsgaben Der Seit ein offenes Verständnis entgcgenbringt. Auch ihre Arbeitsmethode, Die Die Lösung Dieser Ausgaben in eine freie Gemeinschaft junger Mensclnm, Den Jugendverein. legt, ist Die gleiche wie Die unfrige. Daraus ergibt sich unsere Stellung den allgemeinen jDrganisationen Der Jugendpflege gegenüber: Wir wollen mitarbeite: und gemeinsam Vorgehen, soweit unsere speziellen Ausgaben Dies gestatten und unter Der selbstverständlichen Voraussetzung, daß unsere ifbrc als Juden in keiner Weise berührt wird. Diesem Gcstchtspu :kt entspricht die Nesolution, die unsere 3 t e 11 n n g 3 n den intcr fo n fe ff inn eilen Jugendorganisationen dari'teüt. Vas uns von den anderen Jugendorganisationen unterscheidet, speziell die Besonderheit unserer jüdischen Erziehungsausgaben, außerl dem die andere Zusammensetzung unserer Mitglieder nach Alter, Bildung u,d sozialer Stellung, auch das Bewußtsein unserer exponierten Stellung als Juden, darf, uns nicht hindern, dort, wo eine Zusammensasstmg aller ü^ifte notwendig ist, um der Jugenderziehung Schwung und Anregung zu geben, nns ganz und freudig in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Wir können ans dem schätz unserer Ersahrungen Gezielt zn dem Kapitel'„Arbeitsmethoden" mancherlei beistenern (das in bereits vielfach anerkannt worden), auf der anderen seile nehmen wir die rein materiellen Vorteile auch für uns in Anspruch und wollen aucb wir von den andern lernen. Dreierlei soll hervorgehoben werden, was voh dem standpnnkt der Jugendpflege ans bei uns noch schöner beobachtet, werden muß. Dir k ö r p e r l i ch e E r t ü ch t i g u n g der'Mitglieder muß noch iystematischer durchgesührt werden. Es ist ein erfreulicher Fortschritt zu verzeichnen, vor allen Dingen im Wanderbetriebe, es fliegen uns nicht nur allwöchentlich die Wandergrüße aus a^len Gegenden in die Geschäftsstelle, es macht sich auch ein forscher Geist in den Gruppen bemerkbar. Die T u r n s a ch e wird hoffentlich heute durch die ins Einzelne gehende Resolution unserer westdeutschen Freunde kräftig gefordert werden. (Beifall.) > Die zweite ist in unserer Resolution „I n g e u d l i ch e" ausgedrückr. Die geringe Zahl von Mitgliedern unter 18 Jahren —,nn* je re Statistik nennt ca. 1600 — ist verständlich aus der Entstehung und der geschichtlichen Entwickelung unserer Vereine, aber wir dürfen kein Mittel unversucht lassen, diese Zahl bis zum nächsten Delegiertentag zu verzehnfachen. (Zustimmung.) Als drittes möchte ich die planmäßige Ausbildung v 0 n V e r e i n s l e i t e r n nennen. Zum Leiten eines Jugendvereins gehört nicht nur die volle Hingabe einer Persönlichkeit, es gehört auch ein tüchtig Maß von Kenntnissen und Erfahrungen dazu. Unser Wunsch, einmal einen Kursus abzuhalten, der einen größeren Teil unserer Führung auf etwa eine Woche vereinigt, ist bisher an der Geldfrage und an technischen Schwierigkeiten, gescheitert, wir hoffen aber, ihn später verwirklichen zu können. In der staatsbürgerlichen Erziehung, in der Heranbildung der Jugendlichen zu wirklichen „Bürgern", erwachsen uns als Juden wieder besondere Aufgaben. Ter Kampf um unsere volle

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