Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-05-01 · 5 (1.5.1913) · p. Seite 144

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
5 (1.5.1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 144 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/4926451-6352289-6352364--0526-4926653
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

erdt ' 011= ■ nz: Uli dcu wie «*•'- te. I» hc I ls d!l i tet, der ele er, rcu kic — 144 —. man die Hobe Mauer, die das Ghetto umzog. nicht überblicken könne. Ter spitze Liuergiebel des Rothschildsckien Hanfes, in dein noch einmal zwei Ttockwprke untergebrachl find, zeigt uns, ivie inan durch Niibringung von sog. „Zw Häusern" diese Vorschrift umging; die Giebel dursten aber beileibe keine < fter oder £ffnungen noch d»>L Ttadt resp. der Maue»zu habe». Tie ge -Dtraße war von, und hinten o^rch zwei Tore verschlossen; von der Mitte -^führte ein weiteres Tor, das sogv-fichenbrückchen cheule Einhorngassei, aber tiefliegenden LLoligraben hinaus zuwNlljtadt. Tie Tore ivurden bei Nacht an Tonn- und festragen, bei Zlniserkrönungen und Turnieren geschlossen ballen und webe dein fute», der sieb in diesen Zeilen KinauSgeivagt Er hätte sein Leben aufs Tpiel gesetzt. To seltsam uns da» beute anm den ftudeu war das Betreten des Tomplatzes, des .Römerberges und < Hauptstraßen bis ins I!>. fahrbundert hinein verboten; erst 1806 geftaiji ibnen der fürsr^Primas Talberg zum Einsetzen vieler frankfurter Bürtz in den Änlagen spazieren zu geben. Tag die fuden ausserdem stet den gelben fleck, die frauen durch den blauen Tlreifen am Tchleier kennzeichncr sein mußten, darf uns »iw: weiter in Erstaunen setzen. Bei der zunehmenden Zahl det Häuser wurde es üblich, die einzel > durch V v n e n n u n g e n zu unterscheiden; die'in ibnen ivobnenden fami wurden; stets 7N den Tieuerlisten nackt dem von ibnen bewohnten .Haus, zeichnet, selbst ivenn die famitien genealogisch nickn die gleichen btie Taneben batten sie aber.jbre familiennamen. Tie Namen der Tcknlder lmuptsächlick, von Tieren, Pflanzen, frückuen, Tckmiuck- und Gebrauchsgeck ständen kergeuommeu. Geteilte Häuser erhielten verwaiidle Bezeickmuii! z. B. das ehemalige Haus zur ..Tür" ,zerfiel später in grüne, rote sckiwarze Tüi.^Vom Haus zgr „Zlanne" baue z. B. die reiche familie Ziä ihren Namen, im „Tckuvarzen Tcküld" ivobulen die heutigen Tckiwarzsch imW Tie einfachen bildlichen Tarstelluugen dieser Tcknlder wurden späterer Zeit in den Tiein über oder neben der Haustür eingemeißeli. T ein Bewohner des Hauies, so ivurde aus seinem Grabstein über der fusch sein Tcküld aiig.braaa. fn großer Zahl konpen wir Beispiele für diese Tü seben aus dem alten friedbor am Börneplatz. Tiefer f r i ed h o s ist außer dem bereits erwähnten Rolbschildichen H das, einzige Tentmal der ältesten frankfurter jüdischen Geschichte und z dürfen nur ihn obne Ueberlreibung als eine grandiose und den st samen Beickiauer überwältigende Ttäue der Erinnerung bezeichi Tiefer „alte fudensriedhos" lag in der Zeit seiner Benutzung auh> halb der Tradtmaner. fiuolge dieser erponierlen Lage ivurde ef . »riegszeiten in den Befestigungsring der Ttadt einbezogen und koijr im in. fabrbundert bei einer Belagerung der Beschießung nicht entge - Tie kulturgeschichtliche forschunst, die sich besonders in'den letzten 'fc zehnten mit diesem historischen Crre eifrig beschäftigt;. Kat festgestellt, aus dem dem flüchtigen Besucher klein erscheinenden Platze ca. »»»> Gio steine Raum gesunden haben, die zwischen romantisch verivachsenem Gestr i: bald aufrecht ' stehend, bald in mehreren Lagen übereinander gestürzt. Erforscher ' ihrer fnschriftcn gar nanche Tchwierigkeiten enlgegenstell Prunkdenkmäler fehlen gänzlich; itu|r gewige einfache architektonische Zie der einfach länglichen Tieine weisei volle Nusschlülie erhalte». Man schriflen sagen: „Was die Lebenden mitunter auf die Zeit ihrer Entstehen Nus den fnschrifien hat sowohl die historische forschung über die gasse als auch natürlich die neuer: familienforschung manche lv> urf wirklich mit dem Erforscher der absichtlich oder unabsichtlich oft versch: gen haben, , das erfahren wir hier manchmal von den Toren." Tie schlicht Nachrufe dieser Gdabsteine -offenbai en nur dem Ä:nner der jüdischen raiur. daß hier viele hervorragende Gelgbrie zur letzten Rübe gebettet s Li en ieii be- IC». ind!Cllen, ind n.i lds iu Harb i: tle iirir aus war rgen. er: 4". u.e hen. hrmß abpp hem en. hate ag. ntrt-;npieen te« nd,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.