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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-05-01 · 5 (1.5.1913) · p. Seite 138

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
5 (1.5.1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 138 (sequence 11)
Language
German
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— 138 — die SdiüffuKö der modernen Crflaiiifatioit, erstens der Aktienban' überhaupt und.zweitens der modernes Depositenbank, die das Wirtschaftsleben so enorm befruchtet, allerdings auch die stapitalverbältnisse bis zur Gefahr des Zerreißens angespannt bat, das Wer : deutscher Persönlichkeiten gewesen. der ersten Etappe war Tapia Hanseinann, in der zweitän Georg v. Diemens führend. Ehe widieses Gebiet verlassen,^» noch ein Hiiiweis gestattet: Tie Entwick> luug des Großbankivefens bat — wie dies ähnlich auch im Waren acftiiäft der f^all war — den kleinen — meist jüdischen — Privatbankie' inaner mehr ausgeschaltet, aber diese Ausschaltung ist hier, wie wi - gezeigt haben, nicht auf das stonlo des jüdischen Einflusses zu setze», sondern sie ist wie im Warengeschäft die Kehrseite der großkapita listnchen Entwicklung. ' Daß die Etüden, selbst wenn sie an einer Dtelle des Wirtschaft-:" lebens nicht die maßgebende Führung gehabt haben,, gelehrige Dchüle" und und sich neue formen und Methoden schnell und gründlich an eignen, wenn sie erst deren Zweckmäßigkeit erkannt haben, zeigt sich nv.csi ans anderen Gebieten, und zwar vornehmlich aus dem der In d.ustrie. Die deutsche Großindustrie ist noch nicht sehr allen Dalums und sie ist wesentlich jünger als die entsprechenden Bildungen - ) in den Ländern, die früher durch Handel, Dchiffahrt und Kolonisation - reich geworden waren als Deutschland, während unser Land bis tief in das 10. Jahrhundert hinein trotz seiner kargen Ackerböden und seiner reichen Däiätze an industriellen Rohstoffen eine ausgesprochen: Binnenwirtschast mir agrarischem Eharakter gehabt balle. Englank, Belgien und auch Frankreich hatten sich in einem früheren Dtadium politisch freier und einheitlicher entwickeln können als das in stleinstaalerei zerfallene Deutschland, das bis 1870 feine besten sträft: und feine besten Männer an die Lösung seiner nationalen Irag: wenden, mußte, und erst später seine Haupkenergie ökonomischer Arbeit zukehren konnte, der ersten Periode kapitalistischer Wirtschaft batte zudem Deutschland auch deswegen im Hintergründe bleiben müssen, weil es von den Hauprrohstoffen dieser Epoche, Baumwoll: und den sonstigen Ausgangsstoffen der Textilindustrie, den stoloniajvrodukten und den edlen Metallen nur wenig in seinen Grenzen nn i nichts in überseeifckxm stolonien hatte gewinnen können. Das wurde anders,als die neue maschinelle Technik, die von der Dampfmaschine ausginH, eine ganz neue wirtschaftliche Dekonomie schuf, die ihre Hauptrobstoffe in .stöhle und Eisen fand. Ta Deutschland an diese r Rohstoffen reicher ist als jedes andere europäische Land, da es außeidem .weitere ivichtige industrielle Rohstoffe wie Zinkerz, DteinmO stalisalre in großen Mengen besitzt, mußte Deutschland — sobald ihn erst politisch und kapitalistisch die Flügel gelöst waren, die ihm zi erst infolge ihrer kapitalistischen Frühreife überlegnen Industrieländer hinter sich lassen und sich zu dem ersten und «zukunftsreichste r Industrieland Europas entwickeln. Dabei ist ihm wieder das chervoi - ragende Organisationstalent seiner Bevölkerung, das es der deu -! selten Industrie ermöglichte, ^o rationell als möglich zu arbeitet;, mit möglichst geringem Aufwand an stapital und Arbeit die höchste» Leistungen zu erzielen und den Prozentsatz von verlorengehender

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