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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-05-01 · 5 (1.5.1913) · p. Seite 137

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
5 (1.5.1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 137 (sequence 10)
Language
German
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I — 137 — Mendelsohn u. Co. Artur Fische! (cinon getauften Juden) gefunden, dessen unerreichte Spezialität die Anleihetechnik und ne internationale Gelddisposition gewesen ist.. Firstenberg hat konsequent bis zur Zchroffheit an dem Jnliividualism is des jüdischen C harakters festgehalten, sein Zystein war seine Persönlichkeit, nach ier sich alles richten mußte und die für!alles entscheidend war. Silles’ was er nicht selbst übersehem konnte, jlefmte et i b, auf Tinge, bei denen er die Zügel aus der Hand geben mußte,! l eß er sich nicht od?r nur notgedrungen ein. Fürstenberg liat das demokratische, sozusagen konstitutionelle Zysten, der Aktieuge ellschaft, wmngleich er es, solald es nottat, mit einer Geschicklichkeit meisterte^ wie kein anderer, nie geliebt, und nur angewandt, wenn und soiocit er es mußte, vieles, was er erreichte, bat er ohne Benützung um manchmal im. Gegensatz zu den modernen und den Modeströmungeii nur durch seine persönliche Genialität erreicht, und her Vorwurf, daß e: sein Werk zu wenig.als Organisation stabilisiert und zu sehr aus ,wei Augen gestellt habe, ist iricht tiitberechkigt. Organisatorisch ist ein Zysten, eigentlich' da stehen geblieben, wo das Bankgeschäft beim Eintritt der Aktimbank gestanden hat. Er.gab Kredit vorwiegenl» nur aus eigenen lliitteln und zog nicht durch die Fangarine der Teac sitenkasfen die Mer ge der disponiblen fremden Gelder aus allen Zchckten des Verkehrs'r nd der Bevölkerung in seine Tresors, um sie an die stellen des Produktionsprozesses zu leiten, an denen sie am besten gebraucht und am löchsten verzinst werden konnten. Zein Nnternehmm ist innerlich eigentlich immer ein großes Privatbankgeschäft in A ltienform gebliebei. aber gerade dadurch, daß er überM das persönliche Vertrauen und die persönliche Beteiligung an die- ZteÜe der un.iersönlichen Anstalt setzte, ist er der beliebte Bankier einer großen ist hl erster Induslri 'Unternehmungen geworarn, die er fast durchweg durch das genial? Verständnis für ihre Lebensfragen und durch seine meisterliche Handhabung der industriellen Finanzierungstecknik im besten Zinne förderte. Gründer im ei gen t lickten Zinste st er nie gewesen und schon darin unterschied er sich von Hansemann und Zieiuens., die überall nicht nur fördernd und anregend in der! ndustriellen, Gründungsprozeß eingrifsen, sondern auch eigene induststelle Projekte selbständig zur Ausführung brachten. Noch mehr und vom Ztand'pum te des Rassenunterschiedes noch wesentlicher unierschieden sich'diese beiden dadurch von ihm, daß sie ihr Werk nicht vic Fürstenberg < uf. die Individualität, sondern auf die Organist tion stellten. .Bier die deutsche Geschichte von ihren wirtschaftlichen und rechtlichen Ansängen an kennt, weiß, daß einer der iHauptcharast erzüge des germanischen Charakters von alters die Organisation» die Gemeinschaft>» und Gesellschaftsbildung gewesen, und der berühmte Germanist Gieicke hat gezeigt, daß und warum die puristische P<rson eine gern anische Zchöpfung und ein germanisches Bedürfnis gewesen ist. Wir brauchen uns deswegen nicht zu wundern, iwmt die historische und statistische Erfahrung uns zeigt, da!ß die Orggnisation in jeglicher Form, in der Aktiengesellschaft, in den modernen! grobgewerblichen Kartellen deutscher Arbeit und deutschem Ingenium! ihre Entstehung uni> einen guten Teil ihrer Ausbildung"verdankt. Im Bankwesen spe-iell ist

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