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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-05-01 · 5 (1.5.1913) · p. Seite 136

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
5 (1.5.1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 136 (sequence 9)
Language
German
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v. 2i euren», der Jnejem Wunderwerk der Organisation die spätcr von den anderen Banken mehr 'der weniger gut und mehr odcr iveniger schnell nachgeahmte Gestalt gegeben hat, der die großer wirtschastlichen und wirtschastspolitiscllen Projekte der Bank, vorai den Bagdadbahnbau. ersann und insfüllrre, war Chris!, sein ältester .College, Mitgründer und Heiser itiar Dieintbal, )er nüchtern!', praktische .Pechengeist. ist jüdischer Abkunft gewesen, utid dieser voitrefslichen Mischung von organise torisch-industriellen und praktisctbanktechniscken Persönlichkeitswerl m, die auch in der ispäterckn Beiwaltung der Teutschen Bank weite' angestredt und erreijdit wurde, het sie wohl ihre einzigartige Blüte und Ueberlegenheit au verdanke» . Erklär! man sich die Entwicklung I er Deutschen Bank aus diese Weis», jo wird man verstellen, warum di und die Berliner Handel : das, jüdische Element dominierte. T i s k o n t o g e s e l l s ch. a f t, i deren Berwaltung das christliche Elemeni fast ausschließlich herrscht, i e i e l l i ch a s t. in der umgekehrt jede in illrer Art zwar Hervor;- ragendes, aber^docll nur Einseitiges leisteten. Tie Tiskontogesellichaf: ist die ausgesprochenste Oraanisatious- und Berwalkungsbaiü, oje Berliner Handelsgesellschaft die ausgesprochenste Geschäftsbank Teutschlands, wenn auch in jüngster ^eit infolge des jvechselseitigen Ausgleichs der Geichäftsmethoden eine Berwijchung der Grenzen statigejnnden llar. Bon den übrigen Großbanken Teutschlands haben die von den intelligenten und tüchtigen Juden Eugen Gutmann un > Julius Dtern g-esüllrten beiden Institute, die Dresdner Bank und die Raiioiialbank :ür Teutschland das Dysrem der Tenlschen Bank geschickt pi kopiere» und sich ihre Spezialitäten zn schassen verstanden. Ihr: Entwicklung ist bezeichnenderweise von derjenigen der Berliner Handelsgesellschaft deshalb grundsätzlich verschieden gewesen, weil in ihren weiter» mellr'das kluge Anpassungstalent der jüdischen Rasse als ih: ureigenster origineller Charakter, wie ihn »arl Fürstend erg mit bewußter Konsequenz, ja mit Eigensinn sestllielt und betonte, zum b'.usdruct gekommen ist. Will man einmal in einzelnen Persönlichkeiten das christliche un > jüdischeEIemenk, die christliche und jüdische Geschästswirkfamkeit im deutschert' Bankwesen gegeneinander kontrastieren, so wird man die Christen H a u s e in a tt n und Diemen s dem Juden Karl F ii r st e n b e r g gegenüberstellen müssen. Tie beiden Typen, verdichtet und verstärkt zu Genies illrer Kategorie, zeigen in ziemlich reiner und ausgeprägter Form die wesentlichen, produktiven, ja schöpserischen Eigenschäften und Methoden der beiden Rassen, sie dokumentieren außer - dem, dgß und in welcher Weise beide Elemente dem deutschen Bankwesen, wie der deutschen Wirtschaft überhaupt nützlich und nötig gewesen sind, wie beide je nächJbrFr Art und ihrem Bermögen zy der 'großartigen wirtschaftlichen Entwickelung Teutschlands beigetragen haben. In Karl Fürstenberg Ist der reine Bankier, der Taktiker der kurzfristigen Transaktionen, der Meister der finanziellen Technik, der Kenner und der Beherrscher der Börsen in moderner, autf der Höbe der neuzeitlichen Wirtschaftsformen stehender Prägung verti körpert. Er hat nur einen ungefähr ebenbürtigen Finanzier seiner Kategorie in dem kürzlich verstorbenen Mitinhaber des Bankhauses

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