Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 5 (1.5.1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 135 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ersten Gewinnen der Grundstücksmobilisierunk stimmenden -Kapitalmengen waren, wie wir gesehenbaden, tei weise schon in diesen Geschäften jo verwendet worden, das; her Bes tz von flüssigem Geld es war, der neben der persönlichen Veri nttelui g zwisckten dein eigentlichen Produzenten und dein eigentlichen .Konsumenten, dein wirklichen Verkäufer und Käufer, Len glatten Ab auf der Transaktionsprozesic ermöglichte oder doch erleichterte. Ter Zwischenhändler konnte verdienen, weil er das Geld batte, aus der einen Leite den Aabrikanten, der sein Geld in dem teuren Fairikationsprozest stecken batte und nicht auf Borg liefern konnte, sofoi t zu bezahlen, und andererseits dem Tetaillisten, der sein Geld van der Kundschaft nur langsam einbekam, Kredit zu geben. Je me>r sich die Produzenten auf der einen Leite, die Konsumenten auf der anderen Leite zu Absatz. bezw. zu Bezugsgemeinschaften organisi nten, je systematischer unser Kreditsystem ausgebaut wurde und je liichter es dem Geschäftsmann, der den grössten Teil seiner Mittel in seinem Betriebe stecken batte, gemacht wurde, diese Mittel auf dem '.üciic des Kredits wieder flüssig zu machen, desto mebr wurde der Hnanzierungs.-Zwjsck>enbandel ausgeschaltct, und desto mebr strömte das flüssige Kapital dem reinen Bankgeschäft zu, das namentlich aas der Kreditgewährung seinen Nutzen zog. Da dje Gewinnchancen in den ersten Seiten des reinen Bank- und Kreditgeschäfts sebr gross, die Konkurrenz nyr gering war, so sammelten sich in den Händer derartiger Bankiers in relativ kürzer rfeit graste Vermögen an, und zwar waren diese Bankvermögen, oder doch die gröhten von ibnen, vorwiegend in jüdischem Besitz. Um nur einige,Namen zu nennen: i ie R o t b s ch i l d s!, die Bk e n d e l s s o b n s . die BleichrödcIr s , die L p p e n b e i ni s und die L p e y e r s legten den Grund zu ibren grasten Vermögen in dieser Zeit und bildeten in der Epoche vor i er Gründung der grasten Aktienbanken die Hauptpotenzen in der Peitschen ssiinanzwirtschaft. Als dann in Deutschland das von Fzanknicb übernommene neue Bankensystem das <'i-«'-<lit umhilicr Eingang fand, neben dem eigentlichen Ztredit-, Wechsel- und Nentengeschäft da^ industrielle Gründnngs- und Lpekulationsgeschäft immer mebr ist Aufnahme kam, als die Aktienbant mit ibrcr breiten Organisation auf dem Plane erschien, verlor das Judentum wenigstens iit; den er ten Ltadien dieses Umwandlungsprozesses die Führung. Keim der großen Aktienbanken, die um die Mitm des Al. Jahrhunderts en standen, ist durch Juden oder unter jüdischem Haupteinflnst gegrünt et worden. Tie Tarmstädter Bank, die Diskontogesellschaft, der A. Lchaaiffhausensche Bankverein, die eisten deutschen. „Großbanken" heben mit jüdischer Initiative wenig vier nichts zu tun. Tic erster, Aktienbalnkgründcr Gustav v. Mevissen, David Hansemann und Ab ramm Lchaaffhansen sind trotz ihrey zujin Teil jüdisch kl agenden L or Minen von unzweifelhaft, arischer Abstammung. Auch im weiteren Fortgang der heute das ganze Bankwesen beherrschendin Aktienbin entwicklung hat. sich das jüdische Element, nicht dominie end betätigt, wenn e^ mit seiner-leichten Anpassungs- und Aufnahmefähigkeit älteren Methode zweifelhaft überlegene Z schöpferische Gründer und Inspirator der natürlich das neue, der ystem bald akzeptierte. Ter T' t s ch e n B a n k Georg