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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-04-01 · 4 (1.4.1913) · p. Seite 109

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
4 (1.4.1913)
Date
1913-04-01
Page
Seite 109 (sequence 14)
Language
German
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iij? ^»d«?n R'ntcn. zusühreu, bag bjic — 105t — . Jroljbein bijt i Äinbm'oMl feinen-Statuten nach interkönsessiongll fein fall, ist feilen maticiier 'siibe, bet fieli znin Beitritt gemeldet hat, zurückgewiesen wordeii. i Da man bei nnc> ersr auf 3 Probefahrten feine tauglich icit aiit Wauderpogei zeigen muß, ist es nakürlick nicht ohne weiteres gesagt, dgß aile diese 'sitzen ans Antisemitismrs nicht tnsgenommen sind, ob! nicht fitcitcicirt mtdi der eine oder andere nntauglidi nur. jedenfalls nehme» wir citnnai an, daß sie alle mit aus dem G l unde ncht ausgenommen sind/ weil Das ist allerdings se sr traurig, ist aber darauf zniiickeinzefnen Ortsgruppe« die Vwwaltuug selbst ili Bünden babeu, lind so tchiN es mal Vorkommen, laß ohn: Wissen der Bundesleiiung ist einer Ortsgruppe eine antisemitische Richtunx besteht. Wie der Herl Verfasser selbst schreibt, besieht in den Savnugen des Wandervogels eln Punkt: „Politisch und religiö > ist der Wandervogel neu :ral". Wenn aber in den Salzungen ausdrücklich >ervorgehobeu wir'b. daß der Wandervogel i»! bezug aus Religion neutral ist, sollte das nicht direkt eine ,'lnfforderung für uns jude» sein, sich an dieser Bewegung zu beteiligen? Denn zwischen .Prolestanten und »atholikeii » ird doch dieser Religionsnnterfchicb nie gemackit. Wir sind also aufgeso dert, uns am Wandervogel zu beieiligen nild, au, W^'^ervogel mitznarbeitcu, wollen wir uijs. iveil in dieser oder jener r rtsgruppe ein jude nickit ausgeiioinineu ivorden ist. vereidigt zurückziehen? Dadurch würden wir diese Ortsgruppen »och nnterirüpen. Wollen wir nicht lieber gegen diese O ktsgruppen anlümpschi. und zu erreickien suchen, daß in jeder L rlsgruppe stnden — falls siegeeignet fmb — aiisgenoiiiiiien werden? lieber den ,fweck des Wandervogels scheint dir Bersasser ddch niaiz ganz uulerrichiet zu feilt, denn ivenn er das Wandert Wandervögel hinstellt, dagegen als Hauptzweck anführt: t „Die Wandervögel wollen beglückendereu! Instand leben, als lieb ist. Die Bauer», die in der find ihnen Vorbilder" als mir eine Betätigung wenigstens eine -feillang in einem es in unserem Großskadtveiriebe mach l'laiur ein znsriedeues Dafein führen, fo ist er ivobl im jintnn,. Wir wollen nufere jungens'in die l>lanir sichren und zu frischen, frjeien Wenfche» erziehen. Wenn aber wirklich auch leine' -Hauptbeiätiguig des Wandervogel ist. Land und Leute Kennen zu lernen, so ist es mciner Ansicht nach -durchaus gickst notivendig,-stch als jude davon auszufchlietzen.. Sind es auch keine iradiiioiiellen jaden, die uns nliit der deutschen Landbevölkerung verbinden, fo ist es doch zum mindesten sehr lehrreich nnl interessant, das Volk, zu - dem man gehört isud be'ien Sprache man fvrichl. kennen zu lerne». Wenn der Herr Verfaff'er iveiier von de» grogeu jenen der Wandervögel fchreibl. so feiletfit er niilit zu wissen, daß große jeste im allgemeinen beim Wandervogel verpönt find. Allerdings findet auch bei uns jedes jahr eine kleine Weihnachlsfeier statt, aber jeder ivird es felbstverständiieb finden, ivenst wir juden nicht erscheinen. Allerdings feiern wir auch jedes jahr, Sonnenwende, aber, da dieses ja kein christliches jejt ifl, werden auch keine ckirist- .ichen Lieder hierbei gesuugen. Wenn wir Sonnenwende feiern, so tun wir das nur ans Lust an der Romantik. Gegen ein jrühlingssejr hat der Herr Verfasser hoffentlich nichts einzuwenden. Was das Volkslied anbetrifsl,, so möchte ich erwiderli. daß auch meine christliche» Wanderbrüver diese Lieder nicht singe», weil ihre Ahnen sie gesungen haben, sondern einfach barnm, weil fie schön sind, und auch für uns am besten passen, oder sollen wir gar d:e neuesten Lperettensckstager singen? Außerde n steht in der letzten ,/>eit i

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