Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 3 (1.3.1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- Seite 74 (sequence 13)
- Language
- German
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I — 74 datz es nickl iTÖtiii sein darf, in einer bestimmten Konscssion geboren zu sein oder sic angenommen zu baden, um sick aus und nack Matzgabe seiner Kräfte ein nützliche dürfen — das ist etwas so Einfaches, datz es begreift.- wenn es einmal.gesetzlich feststckn. Klaffe im Staat einmal der Religion wegen so lange insbesondere diese Zurücksetzung nickt Beziebungen des politischen Lebens, sondern Aveigen bürgerlicher Tätigkeit bervortrill; io lange die Lust zu unterdrücken und auszuschlietzen, von der nur die Beffcren rung findet: so lange, wird sie von allen sein wird in den Köpfen der großen Menge ckon II oft einflußreichen schlechten und Neidischen »er für alles Recht, für alle Sittlichkeit wie für die öffentliche Rübe tödliche rgcndeinc Weife rcdlick ernähren Mitglied der Gesellschaft sein zu ruck die ungebildetste Masse leickt so lange aber eine bestimmte rls rechtlich zurückgcsetzi erscheint, allein in den weniger alltäglichen in der Ausschließung um; vielen frei sind, in vielen stücken Nabn um fick greifen wollen; so lange igebildelen uiid der wenigen, aber Grundsatz spuken, daß jene Klaffe eigentlich obiic alles Reckte und datz der redlickste Erwerb, die nützlichste Tätigkeit eine Art von Usurpation von ihrer seile sei. sick frage jedeit gewiffenbafren Beobacktcr. ob nicht unter hundert Aiutzerungen des Unmuts gegen die Juden neunundneunzig auf diesem Boden gewachsen sind. D c r j c p i g e , d e r in seinem Erwerbszweige m g l a u b r, c s g e s ck e b e i h m U n r c ck t Erwerbszweige dieser Konkurr s i n ni darauf, sich für den > e i » i legium z u v e.r s cka f f e n; diejenigen, d sie w weit wie möglich ausdchncn und gegen ren. Beide Klaffen sind daher in einem Spannung, die jeden, Augenblick neue Nabru i Juden k o n k u r r;e r l . weil andere in 'ihrem „ z überboben s>i n d . u n d ren ein ä'b n l i ck e^s Pr : vi - e solcke Privilegien baden, wollen jede angebliche Ilmgcbung bewabiortwäbrenden Zuitaud neidiscker ig erhält. .\jm eine Anzahl Juden einen einzelnen von den wenigen Erwerbszt »eigen, die iknen freigelaffen sind, mir einer durch die Not gesteigerten and du ck Beengung konzentrierten Tätigkeit benutzt — außer welcher sie ja nie d >rck irgendeinen Poricil die Konkurrenz zu hemmen imstande sind so hör man das alte unsinnige Geschrei, daß die Juden alles an sich reißen, und wadgl. mehr ist; es in’ wahrhaftig, als wenn jeder glaubte, die Früchte des Flc tzes der Juden sollten von^Gotic^ und Reckts wegen ihm zugute kommen. Tie lächerlichsten Aiiinatzüngen, die schmutzigsten Leidenschaften machen sick in sch r ä n k t h e i s. glaubt gegen überlegene Geschicklichkeit, die Trägheit .gegen angestrengte Tätigkeit ein Privilegium in Anspruch ucbmen zu dürfen. Der Neid, der sonst so. gern sein bätzlickes A, ilitz vor den Blicken der Menschen fckambaft verhüllt, zeigt sick hier in sckrmloier I u d e -n f cJji dc. unserer Tage b e ip, fern e s' ck ätze, dann d e m B c s ck i ufiö zulc!tzt,dcm Bettlcrdie Sun; decke N. Äan halte das für keine redneri cbe Ilcberlreibuiig: es gibt Judenfeinde. die sich nicht entblöden, mir einer gei macken, datz die jüdischen Armen durck i genossen so gut versorgt werden. Tic Zab gering, sehr gering; aber sie ist rcick an ui gen skribenten, die vor zehn Jahren eine A Über die man ,'ämtlick das eine Motto: „Auiacter cafumniarc: «einper aligni.l liacnt" > Verleumde nur kübn! Etwas bleib Nacktheit. Tie . ck t c n e i d e n c r st de m R e i ck e n f t i g io n seine Tätigkeit' p e n , die seine B i ö tz je b e - iffen Bitterkeit die Bemerkung zu ie Wohltätigkeit ihrer Gl^ubensdcr hier Geschilderten in ireilich verschämten sckreiern. an armsclizabl von Flugschriften verbreiteten. immer haften.) setzen sollte.-