Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 2 (1.2.1913)
- Date
- 1913-02-01
- Page
- Seite 38 (sequence 7)
- Language
- German
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eu so , — -'5« — Produkt einer fiaölicii naiven Periode jüdischen Vclkslcbens, a i I o seine Lehren und Satzungen dornin geschichtlich bedingte Glaubenstor stellungen und Bräuche, die für uns an sich nickt das geringste bet reu. Wenn inan ein',eine kleine Partien iin Pentateuch gelten lässt ist dos nur, weil man glaubt, sie mit dem Zeitbewusst ein.in Eintl mg bringen könneil. In dein Augenblick, in dem diese Ideen nicht nit dein Zeitbervusttsein übereinstiminen, müssen auch diese Wahrheiten hm ^geopfert werden. Tenn ivas unserer Zeit reckt, ist der kommenden 'billig, linde-:- gibt öocb, um das nochmals zu miederhc len. nach Ansicht des liberalen Judentums kein >!r^terinm. auf Grunü dessen wir bei recktigt wären, öjeier kommenden Zeit ein Halt ,nznr isen. (! folgerichtige:' Denken sollte osfcnbar iTtriu 2adr der'Pichtlii iens sein. 3tiitt zuerst einen Maststab anzugeben, nach den lick die wesmt-i licken Wahrheiten und Grundgcbote von den unwesentlichen scheiden^ wird in dem erwähnten falschen Zirkel selbstherrliti bestimmt. vass ewige Wahrheiten und Grundgebote und'. Wir wollen von diesem Moment, dast die Richtlinien - ik Grundprinzip irach ewige Wahrheiten und sittlicke ' ^rnndgebole nickt bestimmen können und däst sie da-:- nur dnrci fehler verschleiern, jetzt abseben unh tragen: Woher haben die R liuicn diese „ewigen Wahrheiten" und „sittlichen Grr nügebote"? nur den Laien verblüffende, aber sü e i: wort lautet: Aus dem W Christentums. Zum leichteren Verständnis seien nur wenige Worte voraulsge schickt. Ta: geschichtliche Judentum 1 von der Entstehung und Ent Wickelung de:- Inden!»!»-:- die Auffassung, dast der rein,- Monotheist tu-: die Verkündung .de-:- tlieligionsgesebes im Zusammenhang mit dex sinaitiichen Offenbarung den Ausgangspunki der Geschickte der r jeden .stenner r g e halt d e jickts £ii überflüssige st nt r 'l i b e r a icken Religion darstellt. Tie getan 2am»el bis Maleacki ist nicht-:- and einen logisctieis renj go>! te prophetische Wirksamkeit re-:-, äls eine Geschichte der in; iibt* von vo titele inai ivieder ernenten -Verjuan-, dem jüdischen Polte da-:- bereit-:- am Z Offenbarte wieder in Erinnerung zu zu verpflichten und den reinen Gebal^ der Lehre vor Trübungen, dile iist Voiksbewusttsein sich eingescklichen hätten, zn^efreielf. Tie liberal-protestantifcke Tbcvlogi, bat demgegenüber solaenLle religionsgeschichtlicke Theorie anscpsbilde und in vielen Werken begründet. Wie die politischen und asozialen Schöpfungen der Völker, wie ihre Errungenschaften in jinnsti nud Wissenschaft, so seien, die Religionen nur natürliche Produkte n^enschtichei^ Geistes und hättet; vojn den primitivsten Anfängen alle Enlwicklu igsstadien durchlaufen. Auch die jüdische Religion macke davon keine Ausnahme. Heidnische Volcstcllungen und Bräuche seien ihre steinig. Anregungen, von dev umgebenden Völkern empfangen, hätten dics^ befruchtet, und.genial»Persönlichkeiten, wie Amos, dem die Idee Dost einem Gott der Gerechtigkeit