Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 2 (1.2.1913)
- Date
- 1913-02-01
- Page
- Seite 35 (sequence 4)
- Language
- German
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I /O — 35 gesetzt die Heiligkeit der jüdiscken Familie. Die AntasNma der Sqbbat- )as; die Erklärung de-:' en, haben nahezu zwei- Heiligung und hie völlige Uebergchuug anderer nichtiger Rllligionsgefttze be deuten einen verhängnisvollen Bruck mit den t» rundansckauungen unserer Religion." Ohne daß irgend eine gemeinsame Btzsarectuing, auch nur inoffizieller Natur zustande gekommen, ohne! einen Verbandes dem anderen bekannt gcwofde hundert, die große Mehrheit der religiösen Füjrer Deutschlands (darunter die Zierden der jüdischen Wissenschaft, die bis auf zwei oder drei im Besitz der RabbinatchAutorisation,!u tb zuin weitaus groß ien Teil Führer von Ei n he i tf> ge m c i ren sind, trotz großer prinzipieller Differenzen, die sie von einander «rennen, ein gleiches Urteil über d i c R i^ch t l i n i e n gefällt. Ist cs da wahrscheinlich, daß alle diese Ehrehmgnner wie c uf Verabredung nur der eine böse Wille beseelt, unterzulegen, statt auszulegen, ist die Vermutung berechtigt, daß alle diese Unterzeichner nicht zu lesen »er ste h e n , odet ein Schriftstück, das eine Errcgung in der jüdischen Oessentlichkeit hervorgerufen, wie sic seit nahezu einen: Jahrhundert nicht erlebt rvhrden, und gegefr das sie'ihre Unterschrift^ d. h. ihre Per, sönlickkeit unh ihr Amt einsetzen, hu studieren sich nicht die Mütze gegeben? ’ Nein! Eben darum, weil sie sehr gut zu lesen verstehen, weil-sie theologisch vorgebildet sind und darum dort, lv>> der in den Grundansctzauungeu, dem Religionsgesetze und. der Geschichte des Judentums unerfahrene Maie von dem Zauber! einer! fein stilisierten Sprache und den Herzenstönen religiösen Empfindens sich fess'ln läßt, in die Tiefe sehen uird erkennen, wie weil W Grundgedankens auf denen dcks Einzelne sich aufbaut, vom geschichtlichen Judjentu in obliegen. daher diese lleberemstimmung in dem Urteil. Pir dieses Urteil drei Teile: I. Welches Grundlo II. Welckies diesen L für das wollen in folgendem zu begründen suchen nird gliedern ilnsere Darstellung in ist die rcligiouspliilosophischc jund religionsgeschiäitlichc ge des Judentums nach den Nicht! nien? sind die praktischen Kchrseguenzen. die die Richtlinien aus oraussetzungen ziehen? . \ ' III. Welche folgen ergeben sich laus der Ausstellung der Richtlinivv deutsche Judentums I. i ’■ I Die Richtlinien sirrd das Ergebnis einer mühsamen Arbeit, an der, nach der jErklärung des Führers der jetzigen liberalen Bewegung im deutschen Judentum, „fedes Wort auf die Wagschalc gelegt, jeder Gedanke hundertfach geprüft und erlogen wurde". Die mannigfachen Erwägungen,! die Kompromisse, die Mischen den divergierenden Anschauungen zst schließen waren, haben nun aber zu einer Formulierung führen müssen, die in gleicher Weise alle Mitarbeiter befriedigen sollte.! ' , f i* l i