Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 1 (1.1.1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 7)
- Language
- German
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. \ I Jeier der Snbbntci^unö Feste, tägliches häusliches Gebet, rcltgio Weib« der beöeujitjmen SJJomentc des Familienlebens (Geburt, Ab! schlutz der Kindheiu Hochzeit,^Tod) sowie Erfüllung der Pietäts- und Liebespflickten gefordert. Für Sabbat und Feste ist Unterlassung der i ^Werktagsarbeit prinzipiell gefordert, freilich mit Rücksicht auf die « '' gegenwärligeU wirtschaftlichen Verhältnisse, die die Erfüllung dieser Forderung unmöglich machen, auf Gottesdienst und häusliche Feier am Freitag.abend erhöhter Wert gelegt. Im übrigen ist der Grniidfatz nüsgesprochen, daß alles zu vernieiden ist. was die würdige Feier der Sabbate und f«sie stört, dagegen nicht'als verboten gilt, iv^s sie nicht beeinträchtigt.. Tarum haben alle aus der Ausdehnung ds Rubegeborcs hsrvo.gegangenen Erschwerungen keinen Anspruch auf Giltigkeit. Gerad: die große Bedeutuitg, die der Sabbatidee a s j Grundpfeiler religiösen und sittlichen Gebens im Judentum lxüz inieffen ist, muß daiu führen, den tstern dieser Idee in feiner Mlarbiit und Schlichtheit in jbie Erscheinung treten zu lassen und das verdeckend« Beiwerk zu beseitigen. Ganz ähnlich ist es mir den EhcgBetzen. Wer die geschichtliche Entwicklung kennt, weiß sie zu würdigen, wird aber ihr« Reformbedürftigkeit unter hen gegenwärtig von Grund aus veränderten VerbällnUfen nickt bestreiten können. Tie Richtlinien--geben die Richtung an, an der diese Reform sich bewegen muß: die Begründung und Bearbeitung im einzelnen soll, entsprechend dem Sckilußpassus der. Richtlinien, von den liberalen Rabbiner» in Angriff genommen werden, Für das religiöse Leben der Gemeinde stellen die Richtlinren ei Reihe programmatischer Forderungen für den Gottesdienst aui: durch weg Forderungen, fprockeu und mehr Ebenso ist das alte die seit dem Beginn der Reformbewcgnng aus, c oder minder in vielen Gemeinden verwirklich^ ü> d. liberale Bestreben, die Fugend für die Religion zu gewinnen, in programmatischen Forderungen für Religionsunterri Ist und Fugendvereinr zum Ausdruck gebracht worden. Unter lieber febung der auf die WissenschastMNw. bezüglichen Punkte sei nur noch der wichtigen Förderung.Erwähnung, getan, der jüdischen Frau ain religiösen arnd Geineindsleben Anteil zu gewähren. ' Tie beiden abschließenden Abschnitte betonen die Nölwendigkeit, bei der Turchführizng der Grundsätze die örtlichen Verhältnisse zu berücksichtigen, die Verpflichtung der Gemeinden, den religiösen Minderheiten gerecht zu n erden. ^.„D i e Vereinigung d e rj l i b e r a l e n Rabbincr Te itschlauds tritt in i t alle n llf » t i di t e d e >i Veit s ü r die religiöse Einheit des I u d e n l u > i S c in. Sie weit deshalb die Behauptung e i n e r f ü » f e 11 i o n e I l e e r s ch i e ö e n h « i t i n n erh a l b d! e s F ud e » t u m s a l s u n w^r lrr und alt« Versuche einer S v a i t u i g der e m e i n die n als un jüdisch und unheilvoll £u r ü d.“ : .