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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-01-01 · 1 (1.1.1913) · p. Seite 7

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
1 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 7 (sequence 8)
Language
German
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7 Oit Der fKfitfl einsetzenden Polemik ist es u. a. so dargestelkt worden, als sei eine ntzre Religion proklamiert worden. Demgegenüber sei auf. die Ausführungen der Referenten auf der Posener Tagung verwiesen, i Sie alle habMi erklärt, daß nicht eine neue^ Religion, ja nicht einmal eine neue religiöse Anschauung hier ausgesprochen, sondern nur zusamiiienfassenp )er Ausdruck gegeben wird, Ufas seit einem Jahrhundert in iveiten lg rxi en. des Judentums flc^r. erkannt oder instinktiv ersaht tvorden ist. Wir Liberalen weichen in vielen Punkten von der Auffassung der Erthodoxie ab: aber das ist nicht etwa erst seit dev Veröffentlichung ^etr Richtlinien der Fall.; Wir wissen aber auch, daß die religiöse Grundlage für alle Richtungen innerhalb des Judentums die gleiche ist: diese allen gemeinsame religiöse.Grundlage ist darum an die Spive der programmatischen Erklärungen gestellt. Und wenn es jetzt von mancher Seite so dargestellt wird, ijls bedrohten die Richtlinien die Einheit des Heu schon .Judentums, so kann nicht energisch genug gegen d'ie Verdunkeln, g des Tatbestandes angekämpft werden. Es sei nur ans das» bereits m Sommer erschienene^ Buch des orthodoxen Rabbiners Ist. Eahn vefw esen, der es sich zuf Aufgabe ingcht,! den prinzipiellen Gegensatz zivisclien dem geschichtlichen., sogen, o^pdoren Judentum und der in der Verleugnung desselben^estehen^mBewegung, die sich Reform öder ..liberales Judentum" nerNit. üi^tgebender Weise zu bebandeln.. 1. C af n spricht von z> Zei Judentiukkern. von zwei Bekenntnisder Ungeheuerlichkeit, diese^um Verharren in derselben leinsch^ft zwingen zu wollet^ und verweist auf die Auslst. Hirschs, des Führer-/der separatistischen Orthodoxie, vor 40 Jahrein. Er selbst hat während der Beratung des preußischen -Volksscknluniert altungsgesetzes auch der Regierung und den parlamenrarischen Paneien gegenüber den Trennungsstandpunkt festgehalten. neuerdings hat kurz vor der Veröffentlichung der Richttormen. von Religionsgew fiihruugeip L. Und uow linieu der Rabbiner der -Frankfurter orthodoxen Separatgemeinde l>r. Breuer, sproctien, daß de eine der Fragen/die Gott nach legt.'laute: Bist du auch aus der Gemeinde ausgetreten? Gegenüber dieien aus dic hier lediglich Las es ha: vielnn lassen. Aber Nachfolger S. R. Hirschs, in einer Predigt' ausgedem Tode einem jeden vor- Zerreißung des Zusammenhalits gerichteten Bestrebungen dis Aussprechen, der lleberzeugung unter Voranstellung der einigenden Moments., lind das sollte i»as Schisma herbeiführen? indentum kennt keine .Eetzergetichte und schließt niemand aus; br zu allen Zeiten weitgehend,- Freiheit im einzelnen gedi, praktische llebunc^! Aber die Ehegesetze, durch die das Scbiswa derleigeführt werdenstnuß! Mit ^Lerlaub, auch hier Irrtum über Irrtum Die Richtlinien stellen die Rtzformbedürftigkeit fest und die Grundsätze, für die Reform. Sie sprechen nichts aus, was nicht bereits die Suuoden ausgesprochen und zahlreiche Rabbiner in der Praxis aeübi haben, Und. es ist nicht Uebermut, nicht Reformsucht, sondern zwingende Notwendigkeit: denn nicht eine Beseitigung der ge-

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