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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-01-01 · 1 (1.1.1913) · p. Seite 4

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
1 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 4 (sequence 5)
Language
German
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— 4 — sähe in der Praris die laulendsaai bedingte individuelle Verschiedenheit Zulage treten muß. - . Tas Judentum wird, in den Nichtlinien ieinem Wesen nach als ethischssr Monotheismus charakterisiert. freilich ist dieser Ausdruck als für programmatisch« Formulierung ungeeignet vermieden worden. Nach drei Richtungen ist er ertlärt, indem von den ewigen Wahrheiten und den kitschen Grnnögebotcn Nnd schließlich von ihrer Be- -stimmung, We treligion zu werden, gesprochen wird. Diese ewigen Wahrheiten unjd sittlichen Grundgebote sind: l. Tie Delire von dem einig-einzigen, rcingeistigcn, heiligen ftokt, dem Grtr der Gerechtigkeit und Picbe. I 2. Tie i.'et re -von der GottesebenKildlickkeit des Menschen uitd der Unslerb ichkeil seiner Leele, von seiner straft zur sittlichen Freiheit un > seiner Bestimmung, zu immer höherer sittlicher' und geistiger Vollkommenheit sorlzuschreitcn. :i. Tie ycfjre von der Gotlcskindschast aller Meiisciien und von der^ < Bestimmung der Menschheit, dem inessianiichen Friedensideale durch Pabrheil. Gerechtigkeit und ifiebc jnimer näher zu kommet. R'ebinen , >ir den folgenden Punkt hinzu, der die Ausgabe Israels 'bekennt, „fein. Religion in-idrer Reinheit zu bewahren und z» ver> künden.' durch >ie lebendige snc.ix des Beispiels und der opferwilligen! -Eingabe-in bezeugen und io für die.>?erbeiführnng des l^ottesreichcsi auf Erden zu lvirten", io haben wir.de» gewissermaßen dogmatischen Teil der Richtlinien insoweit skizziert, ats eine Uebereinstintmunx aller Feilen u td Richtungen innerhalb des Judentums festzustel^en ist Wer diele Tä re liest, wird.zngcben müssen, daß nur aus tief religf öser, echt jüd scher lleberzengung heraus sie formuliert und ansge sprachen werücn konnten. Nicht eine neue Religion ist verkündet wor^ den und sollte verkündet werden, sondern die uralten lehren Israels von dem einig-einzigen heiligen Gott, von der sittlichen Aufgabe des Mensck)en, vog den nressianischen Fnkunst der Menschheit und von der religiös-sittlichen Aufgabe Israels, die allein ilnn die Berechtiguim seines Taieinf verbürgt. An diesen Tatzen halt der X'kberalistiWS mit nicht geringerer Treue tcst als irgend eine andere Richtung im Judentum. Wenn daher in'der neueren. Polemik von einer Richtlinie >- religion die » cde ist, die nicht nichr Jndeninin sei, io dürfte dar einen selbst durch die Gereiztheit des-.Kampfes kaum mebr entschuldbaren Mangel an bjektivität beweise». 1 Tritt bis hierher das allen Richtungen Gemeinsame in-den Vordergrund, so fojmmt in den folgenden Punkten die liberale Anstiauung vom Judentum stärker zur Geltung. Allerdings ist durchweg aas Bestreben vorherrschend gewesen, das Trennende nicht mehr zu betonen, als unbedingt erforderlich ist. Als die Grundlage ist die heilige ^die chrift und die von ibr ausgehende Weiterbildung des Jui ntums

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