Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-01-01 · 1 (1.1.1913) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
1 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 3 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4926451-6352289-6352356--0359-4926494
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

3 - ^; als Ausgabe der Tätigkeit des ^abbiners zur Belebung und Vertiefung des religiösen Zinnes oder als eine lForderung der Gesamtheit erscheinen. Ganz besonders wird der Rabbiner eine. Reihe. von praktischen religiösen Forderungen stnH unerläßlich erklären und für ihre Verwirklichung nit seiner, «ganzen Persönlichkeit «untreren, ohne daß er denjenigen, der die" eine oder die-andere Forderung nicht erfüllt, als außerhalb drs Judentums stehend "bezeichnen wird. 'Nennt aber eine Bereinigung solche Forderungen unerläßlich, so wird leichh der ^Eindruck erweckt, daß die Nichterfüllung die Selbstausschlicßung bedeute. Nichts ober widerstreitet mehv dem Wesen des Liberalismus als Unduldsamkeit, als Bann und Ausschließung. Aus diesen Erwägungen heraus hat die Posener Tagung der Vereinigung für das liberale Iudeütum die Richtlinien als bedeutsäine-Tat und hervorragenden Fortschritt auf dem Gebiete des religiösen Liberalismus in Lehre und Lebet begrüßt, sie als geeignete Grundlage ihrer Arbeit iir der Richtung liberaler Weiterentwicklung erachtet und den Willen kund^egeben, hjwnach ihre Tätigkeit kraftvoll zu entsalten. Aber ne hat getreu den Grundsätzen des Liberalismus „im Zinne der heute erstatteten Refe rate" die Ztellnngnähme zu den das religiöse Leben des einzelnen letrefsenden Forderungen der gewissenhaften Ueberzeugung der Äitgliedcr überlassen. Daß diese Resolution Sie Anerkennung der Richtlinie» bedeutet, ist allseitig sestgjestellt worden: jeder Zweifel ist dur h den Hinweis, auf die Referate beseitigt. Nur der Mißdeutung tn lerhalb wie außerhalb des Liberalismus sollte vorgebeugt werden, - - Hatte das 'Programm der Vereinigung von 1908 den Entwicklung^" gedanjen an die Spitze gestellt und damit die Unterscheidung der liberalen Aüsfassung des Judentums von der nichtliberajlen scharf betont, so mußte in dcn Richtlinien, entsprechend der Absicht positiver-Formulierung, dasjenige vorausgestellt werden, was nach liberaler, .ittit ddi^,Avjchaunngen der anderen Richtüngen übeAlinsriinmender Auffassung als füi das Judentum wesentlich anzunebmen ist. Es galt somit zuvörderst^ dasjenige klar heraiisznstellen, was, den Ewigkeitswert des Inder tnms ausmacht, was somit wohl nicht zu allen Zeiten gleich tief und ^ein erfaßt, somit, in dieser Hinsicht der Entwicklung, unterworfen war, aber objektiv das Ewige und Unveränderliche, der Entwicklung ni ht Unterliegende da^stellt. Tie Anerkennung der Idee der Entwicklun s mußte in der Feststellung gewisser Grundsätze, zum Ausdruck komiren, und sodann mußte die Anweitdung dieser Grundsätze aus die wichtigsten Punkte des religiösen Lebens gezeigt werden. So ergibt 'sich, wenn man von den wichtigen allgemeinen. Gedanken der beiden abschließenden Nummern i2 und 13 absieht, eine Zweiteilung oder DleüeiluNg dev Richtlinien. Wie immer in solchen Fallen sind auch hier de Grundsätze dör wichtigere, die Anwendung der schwierigere Teil weil bezüglich der Aiswendung derselben Grund» > -- ,* il .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.