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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1912-09-01 · 9 (1.9.1912) · p. Seite 8

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
3 (1912)
Issue
9 (1.9.1912)
Date
1912-09-01
Page
Seite 8 (sequence 9)
Language
German
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Die Tätigkeit1 Am 18. Dezenrber 1910 bei- Leril-ksoerdände. fanden sich auf Anregung des 1>r. Jsi Kolm. Hobt, Delegierte der indischen Fugendvercine ganz Rl>einlands» und Westfalens in den Raumen des Gabriel- Rießer-Vereins zu Cöln zufamin^n, um zur Gründung eines Bezirksverbandes zu schreiten. Das Bedürfnis der g c g e r f e i ri g e n A n s s p ra ch e t>atte zu dieser Versanimlnng.geführt. Der zweijährlich nur einmal stattfindende Delegiertentag des Oiesamtverbandes genügte hierzu nicht, - schon weil dessen Beschickung wegen der großen Entfernung mit Schwierigkeiten verknüpft iitj Vor allein erhoffte mansich-aber von einem Provinzialverband schon um dessentwillen eine gute Förderung unserer Bewegung, weil,,die in Frage kommenden Vereine mit Rücksicht auf den einheitlichen Charakter der jeweiligen Bevölkernitg unter prinzipiell gleichen Verhältnissen zu arbeiten' hatten. In der Tat zeigte sich dcnn^ daß diese Erwartungen richtig ivaren. schon gleich jene erste Verianrmlung füfirte zu einer äußerst fruchtbaren Aussprache. Fm wesentlichen erstreckten sich die Erörterungen auf die Frage.' wie unter Berücksichtigung deF Zieles unserer Bewegung das Arbeitsprogramm der Bereite ft> gestalten sei. Ferner erfuhr die Fdee der Neutralität gegeni bet aller jüdischen Parteipolitik eine eingehende Behandlung, bei der^ aufs deutlichste zutage trat, das; neutral sein nicht nur den negativeil Fnbalt einer Passivität gegenüber den Parteirichtungen bat, sonderst vielmehr den Vereiiwleitern die Pflicht anfcrlegt. die Mitglieder mit sämtlichen Bestrebungen in objektiver ' 'Form bekannt zu machen. — Derartige Aussprachen sind denn auch eine- .Hanpraufgäbe des Westdeutschen B. V., an dessen Beispiel die Tätigkeit der B. V. überhaupt geschildert sei. geblieben. Alsbald nach der Gründung trat die sehr wichtige" Frage in den Vordergrund, wie den- Vereinen zu.helfen sei. die nicht in der Lage sind, ihre Abende aus eigener Krafft genügend zngktäftig zu gestalten. Als ganz natürliche Antwort ergab sich, daß die größeren Vereine ihren Überschuß an die kleiüeren albgeben sollten. Zu diesem Zwecke sammelte der.B. V.' in einet Liste die-Namen all der Redner, di« bereit ivaren, in -den ihm angeschlossenen Vereiiren 31t sprechen. Nach ivenigen, Monaten schop war es gelungen, ca. -10 znm Teil weithin bekannter Namen auf Dieser Liste zu nennen. Tie Themata waren eüva zur Hälfte jüdischen Fnbalts. die andere Hälfte umfaßte Gebiete des allgemein«,! Wissens unh der Kunst. Fast sämtliche Redner hatten sicti bereit erklärt, nur gegen Ersatz ihrer Auslagen oder auch ohne irgend etivas zu liquidieren. ihre Vorträge zu halten. Daß unter diesen Bedingungen die Lite sehr in Anspruch genommen werden, würde, lag auf der Hand. 2ll. die durch die Geschäftsstelle am Schlüsse -des Winters vorgcnommen; Zählung ergab, daß noch alle Erwar'- tnnqen um ein Vielfaches übertroffen waren. selbst die großen Vereine, harten alle-von dieser Oielegenheit. ihr Programm jitjfc

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