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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1912-09-01 · 9 (1.9.1912) · p. Seite 9

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
3 (1912)
Issue
9 (1.9.1912)
Date
1912-09-01
Page
Seite 9 (sequence 10)
Language
German
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— 9 - reic&ertr, Gebrauch gemacht. Die Liste, die immer weiter ergänzt wird, ist ge cadezn unentbehrlich geworden. Mit.solchem Material ausgerüstet, war cs dem B. P. ein Leichtes, unseren Bestrebungen auch Neuland zuerobern. Vor dem Bestehen des B.. V. war es. für die einzelnen Vereine meist mit großen Schwierigke ten verknüpft, einen 1 neuen Verein zu gründen. Sobald es sich um kleinere Plätze handelte, mußte man immer, die Befürchtring hören, daß es unmöglich sei, ivährend eines ganzen Winters für ein geeignetes Progranmr zrr sorgen.' Es ist nunmehr mühelos, diesen Eiirwand u rtex Hinweis auf die Rednerliiste zu beseitigen. — Der B. V. hat die Neugründungen völlig in seiner Hand zentralisiert. Jeder chm angeschlossene Verein neniit der Geschästsstellc die in Frage kommenden Plätze. Die Geschäftsstelle knüpft alsdann Verbindung mit den inaßgel enden Persönlichkeiten an und leitet die Gründung unter -Beihilfe de- Vereins in die Wege, der den Platz empfohlen l>at. Verwendung eines zweckentsprechend abgcfaßten Flugblattes bat sich hierbei sehr bewährt. Es ist ans diese Weise gelungen, im vergairgenen Winter mit unseren Bestrebungen -in folgende sechs Orte vürzndringkn: Kreuznach, Wefel. Mayen, Solingen, Aachen (Verein der weiblichen jüdischen Jugend), Mülheim a. d.'Ruhr: im Fnihjahr dieses Jahres ist auch noch! Remscheid zu diesen Plätzen hinzugekommen. liie stets wachsende Mitgliedcrzahl dieser Vereine zcigl, wie sehr unsere Bewegung eineiü heute überall oorlmudenen Bedürfnis entgegenkorrmt und daß nichts neiter nötig ist, als durch geeignete Organisatün die Patent vorhandenen Kräfte zu wecken. ■ Selbstr entändlich ist streng darauf z>^ achten, daß nur an solchen Plätzen ncr gegründet ^vird, an denen eine genügende Mitglieder,zahl., die Garantie einhs dauernd regen Vereinslebens bwter. Daraus.^ergibt sich denn, d^rß an manchen^ kleineren Plätzen eine Vereinsgriindiing nicht stattfinden kann, obwohl dort ein starkes Interesse für unsere Sacke vorhanden ist. Dieses einmal vorhandene Interesse aber, unbeobachtet zu lassen, ist auch nicht ratsam. Der B. V. geht heshalb dazu über, all diejenigen kleinen Plätze, an.denen die Gründung eines selbständige v Vereins nicht lohnt, zu Zweckverbände n zusammeuzufihließen. Dies ist so gedacht, daß die Zweckverbände ihre Mitglieder etwa, alle 1—2 Monate zu einein Vor ragsabend zusammcnrusen. Sonett dies noch nicht gelungen ist, läßt,der B. V. aus eigene Initiative i)iu m den kleineren Plätzen Vorträge! zur Aufklärung über die Ziele i nserer Bewegirng halten. Aus dieser Art -der Tätigkeit des- B. V. 'ergibt sich, daß er einen Teil der Geschäfte gesorgt, die eigentlich zur Zuständigkeit des Gesamtverbandes geh ireft. Mithin arbeiten beide Organisationen Hqnd in Hand. Das Verhältnis des B. V. zum Gesamtverband ist also das eines innjerhabb beschränkter Grenzen selbständigen Organs zur Zentralinst inz. etwa wie das einer Provinz zum Staat. Demnach gehört -der verein, der sich dem - B. V.' angeschlossen hat, noch, nicht ohne

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