Pult und Bühne
- Journal
- Pult und Bühne
- Volume
- 1938
- Article
- Kurt Singer: Vom Werden einer Oper
- Date
- 1938-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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mit seinen Leuten die Partien so einstudiert, daß alle ihre Rolle auswendig können. Das ist ein erheblicher Arbeitsunterschied gegenüber dem Schauspieler, der ja in den Proben auf der Bühne erst seine Rolle lernt. Der Sänger kommt zur ersten Probe — der Arrangierprobe — fest studiert. In der Zeit dieser musikalischen Vorbereitungen, bei der auch schon das Elementarste an Ausdruck, seelischer Spannung, Wort-Akzent geübt und gelernt wird, sitzen Bühnenbildner und Regisseur in ihren Zimmern und entwerfen das Szenarium. Zuweilen (in klassischen Opern) steht es im Rohbau fest, selten so, daß es für jede große oder kleine Bühne klischeehaft übernommen werden könnte. Der Regisseur nennt seine Wünsche, zeichnet sie auf. Der Bühnenbildner liefert eine Skizze, die an Hand gemeinschaftlicher Ueberlegungen gemodelt, revidiert, in der Zeichnung vollendet vorgelegt wird. Wenn möglich wird dieses ausgeführte bunte Bild noch plastisch in Form eines Modells gebaut, wobei auch die Beleuchtungs¬ und Verwandlungs - Effekte ausprobiert werden können. Nicht jeder Maler ist auch ein Bühnenbildner. Es gehört nicht nur eine besondere zeichnerische und malerische Phantasie dazu, um einer Oper je nach dem Stil ihrer Musik und ihrer Zeit den passenden Rahmen zu schaffen, nicht nur ein Wissen um die kostümlichen und „Samson und Dalila" #^T^1 ^A^S^^ 'JLtdM ü*I afV t 4tu, *' P% ♦ W i „Lustige Weiber" -"-H mm \>m +*M.. „Verkaufte Braut" „Don Pasquale" Wt . /"ys;f b ■ ' 1 ■y-^^^^H ■ — IST MOM ■ ■ 1 | S :v M