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Jüdische Turnzeitung · 1911-08-01 · 8/9 (8.1911) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
8/9 (8.1911)
Date
1911-08-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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No. 8/9 167 Tnrnerschaft voraussichtlich spätestens zurzeit des nächsten Jüdischen Turntages erhalten, mit dem zweckmäßigerweise die formelle Konstituierung der Stiftung verbunden werden könnte. Diese Zeilen sollen nur dazu dienen, die einzelnen zerstreuten Spendenmitteilungen zusammenzufassen und zu ordnen und einige Schlüsse oder Wünsche für die Zukunft daraus zu folgern. Sie sollen dazu beitragen, alle dem Unternehmen wohlgesinnten Kreise zu neuer Sammlertätigkeit anzufeuern. Das Vermögen der Stiftung besteht zurzeit aus 3698,05 M., und ist, bis auf einen geringfügigen Barbestand und zwei gestifteten Aktien der Palestine Land Development Company im Nominalbetrag von 52 Kr. österr. Währung in mündelsicheren Pfandbriefen angelegt. In diesen 3698,05 M. sind 149,70 M. Zinserträge enthalten. Der Stiftung stehen außerdem noch in Höhe von 870 M. Forderungen gegen Zeichner von Stiftungsbeiträgen zu. Von diesen gezeichneten, noch nicht bezahlten Beiträgen sind jedoch 340 M. als nicht einziehbar in Abzug zir bringen, so daß also einschließlich 530 M. gezeichneten Beiträge das Stiftungsvermögen über 4200 M. beträgt. Berücksichtigt man, daß in dem ersten Monat nach Begründung der Stiftung über 3000 M. gezeichnet wurden, so sind die Eingänge der späteren Zeit und insbesondere des letzten Halbjahrs als ungemein dürftig zu bezeichnen. Der allergrößte Teil der eingegangenen Gelder stammt aus Qroß-Berlin. So erklärlich dies auch ist und so sehr es Anerkennung verdient, daß auch, abgesehen von dem besonderen Freundeskreise unseres Oeorg Arndt, eine Anzahl auswärtiger Vereine, wie Posen, Wien, Qraz und Stettin, sich mit ansehnlichen Stiftungsbeiträgen beteiligt haben, so sehr fällt die völlige Teil- / nahmslosigkeit der übrigen Vereine, ganz besonders der österreichischen, auf. ( Offenbar sind sich unsere Freunde noch gar nicht recht klar darüber, daß es sich um ihre eigenste Sache handelt, die sie fördern könnten und fördern müßten. Es ist bei Gründung der Stiftung zum Ausdruck gebracht worden, daß die Georg Arndt-Stiftung dazu dienen soll, der Jüdischen Turnerschaft die Erfüllung ihrer Aufgaben erleichtern zu helfen. Dazu bedarf es der Aufbringung größerer Kapitalien, als einiger tausend Mark. Und unsrer harren so zahlreiche und dringende Aufgaben, an die wir nur aus Mangel an Mitteln nicht herantreten können. Jedenfalls sollte jeder Verein und auch jedes Mitglied es als Ehren- Pflicht betrachten, der einzigen, den speziellen Interessen der Jüdischen Turnerschaft gewidmeten Insfitution eine regelmäßige jährliche Subvention zuzuführen. Bis zum nächsten Turntag ist nicht mehr viel Zeit, und es wäre für den Opfersinn» unsrer Turner wirklich beschämend, wenn bis dahin nicht wenigstens 6000 Mark gesammelt sind. Für die bevorstehende Herbst- und Wintersaison mag, anläßlich aller Veranstaltungen der Vereine, die Parole Kelten: Subventioniert unsre Georg-Arndt-Stiftung! Ehrt dadurch auch unseren unvergeßlichen Präsidenten des letzten Turntages. Z. Letzter Ausweis der Oeorg Arndt - Stiftung. Zur Hochzeit Dr. Jalowicz-Eger gratulieren: II. Frauen-Abteilung des Bar Kochba-Berlin . Grete und EmmaOhnstei'n . . . Georg W o I f f - Charlottenburg .... M.3.- ,, 0.50 1,-

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