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Jüdische Turnzeitung · 1911-07-01 · 7 (7.1911) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
7 (7.1911)
Date
1911-07-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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150 No. 7 bevor nicht der Leiter das Kommando dazu gibt. Nur kurze Zeit ist es uns noch vergönnt, an dieser herrlichen Meeresküste zu verweilen, und die Turner ordnen sich zum Rückmarsch. Es wird ein Geschwindmarsch, denn das Schiff, das uns zurückbringen soll, wartet nicht auf uns. Unser Präsident marschiert hinter der Kolonne und läßt keinen zurückbleiben. Der Rückmarsch stellte ganz bedeutende Anforderungen an unsere jungen Turner, die mit Energie die Mühseligkeiten überwanden. In den bewohnten Gegenden wieder angelangt, erweckte unsere stramme Marschordnung von neuem die Bewunderung der Sonntagsspaziergänger. Die . verschiedenen Abteilungen verlassen uns auf den einzelnen Stationen des Bosporus unter Absingen der Hatikwa und Schalom-Rufen. Das alles geht so geregelt vor sich, daß die Bevölkerung staunt. Die ganze Gegend von Pera bis zum „Schwarzen Meer" weiß, heute haben die jüdischen Turner einen Turnmarsch unternommen. Jeder Teilnehmer fühlt, daß er durch sein diszipliniertes Benehmen beiträgt, unserer jüdischen Turnsache Anerkennung zu verschaffen, und beim Auseinandergehen bittet man den Hauptturnwart, recht bald Gelegenheit zu geben, von neuem dem „Makkabi" Ehre zu machen. J. H. Krakau. J. T. V. Die Sommermonate, die gewöhnlich in unserem Turnen eine Pause eintreten lassen, werden nicht untätig verbracht. In dieser Zeit wird die Hauptaufmerksamkeit auf den leider sehr vernachlässigten Sport, der leichten Athletik, gerichtet. Daß sich dieser Sport einer allgemeinen Beliebtheit erfreut, beweist die starke Beteiligung der dreimal wöchentlich abgehaltenen Uebungen. Trotz der frühen Morgenstunden, 6 Uhr früh, lassen es sich unsere Mitglieder nicht verdrießen, auf dem außerhalb der Stadt liegenden Platz pünktlich zu erscheinen. Mit großem Eifer wird den einzelnen Arten, wie: Hoch- und Weitsprung, Speerwerfen, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Laufen gehuldigt, die unter der Führung unseres Präses, Dr. Landau, manch schöne. Erfolge aufweisen. Eine Neuerung brachte uns der Stabhochsprung, den bei uns der Turnbruder Herr Silberberg, vom Wiener Turnverein, während seiner militärischen Uebung einführte. Vor seinem Scheiden aus Krakau hielt dieser noch einen Vortrag über „Leichte Athletik", in welchem er auf die Notwendigkeit der Pflege dieses Sportes hinwies. Für seine freundliche Bereitwilligkeit sei ihm an dieser Stelle nochmals der Dank des Vereins ausgesprochen. Die Pfingstfeiertage, die unseren Verein aus pekuniären Gründen hinderten, am Gesamtausflug nach Thüringen teilzunehmen, wurden zu einem Ausflug nach Ojcöw (Russ.-Polen) benützt. Etwa 40 Mitglieder und Gäste besichtigten unter Führung unseres wackeren Mitgliedes Ing. B. Zimmermann die schönen Grotten. Trotz eines Platzregens wurde die gute Stimmung nicht gestört. Bis zur Grenze brachten sechs Bauernwagen die frö»* liehe Gesellschaft, von wo aus nach dreistündigem Marsche der Ort erreicht wurde. Unsere weiblichen Mitglieder bewiesen, daß sie auch außerhalb des Turnbodens ihren männlichen Kollegen nicht nachstehen. Auf die gleiche Weise erfolgte die Rückkehr der Ausflügler, denen der Tag in angenehmer Erinnerung bleiben wird. L. S. Stettin. J. T. V. Der Monat Juni brachte eine erfreuliche Zunahme der aktiven Turner; seit langer Zeit waren wieder 20 und mehr Turner auf Turnboden; hoffentlich erreichen wir bald die Zahl von 100 Mitgliedern- Neben dem Turnen spielten wir Sonntag vormittags auf dem TurnplaU! * Damenriege betätigte sich im Tennissport. Es fanden unter der bewährten Führung unseres ältesten Turnbruders, Hermann Jakob, zwei größere Tflf*J märsche in die Buchheide statt, die zur vollen Zufriedenheit verliefen; «u

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