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Jüdische Turnzeitung · 1911-07-01 · 7 (7.1911) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
7 (7.1911)
Date
1911-07-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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140 No. 7 keine kleine. Wenn der Bar Kochba unter, diesen 38 Mannschaften den 22. Platz mit einer Zeit von 1 Stunde 13 Min. 39 Sek. belegte, so war es ein ehrenvolles Abschneiden. Wurden doch viel aussichtsreichere Vereine, die nur den Sport betreiben, weit hinten gelassen. Qanz besonders aber sei hervorgehoben, daß wir infolge eines Mißverständnisses die Einladung zur Beteiligung viel zu spät erhielten und demnach nicht genügend Zeit für Training und Organisation aufwenden konnten. Unter den vielen Vereinen, die das erste Mal am Lauf teilnahmen, errangen wir den 6. Platz.; unter den 4 das erste Mal teilnehmenden Turnvereinen den 2. Es war schon ein Erfolg, daß eine jüdische Mannschaft überhaupt derart in die weitere Oefientlichkeit treten konnte. Sicherlich nicht zur Freude unserer ängstlichen Assimilanten, die wohl nächtelang nicht schlafen konnten ob dieser Dreistigkeit. Sie mögen beruhigt sein. Wir glauben, den Namen Jude ehrenvoll vertreten zu haben. In ihrem frischen Dreß (schwarze Hose, weißes Hemd mit blauem Mogendavid) repräsentierte sich unsere Mannschaft in einer völlig einwandfreien Weise. Nirgends auf der ganzen Strecke ist von irgendeiner antisemitischen Anrempelung berichtet worden, wie allgemein anerkannt, ist man uns in jeder Weise entgegengekommen. _ Die Begeisterung, die innerhalb unseres Vereines für den Stafettenlauf Potsdam—Berlin herrschte, war eine überaus große und erfreuliche. Fast alle Mitglieder des B-K hatte die Parole P-B auf die Beine gebracht. Freudig hatten sich alle zur Arbeit bereit erklärt, pünktlich und mit großen Erwartungen zogen sie am Sonntag früh auf die ihnenzugewiesene Strecke und halfen den Etappenführern bei ihrem verantwortungsreichen Werk. Wieder hatte sich die alte Lehre bewährt, daß überall da; wo es heißt, seinen Mann zu stellen, wo es gilt, als festes, geschlossenes Ganzes aufzutreten und eine große Sache zu Ende zu führen, der Bar-Kochbaner auf dem Posten ist. Nur so war es der Leitung, die in diesen 14 Tagen eine unglaublich große organisatorische Leistung zu vollbringen hatte, möglich, den Kampf aufzunehmen und zu Ende zu führen. Ihnen allen, die ihre ganze Kraft in den Dienst dieser Sache gestellt hatten, sei der wärmste Dank ausgesprochen. Mögen nach diesem ersten öffentlichen sportlichen Auftreten dem B-K recht viele Erfolge beschieden sein und der Mögen David bald als ein leuchtendes, Achtung gebietendes Abzeichen im friedlichen sportlichen Wettkampf gelten. Alfred Burin. Ausschreibung. zu den internen Wettkämpfen der S p o r t a b t e i I u n g des „Jüdischen Turnvereins Bar Kochba" (Berlin) am Sonntag, den 30. Juli 1911t nachmittags 3% Uhr, auf dem Sportplatz in Schulzendorf bei Tegel. A. Offen für Mitglieder der Sport-Abteilung: 1. 100 m-Mallauf, 2. 200 m-Vorgabelauf, 3. 400 m-Mallauf, 4. 1000 m-Vorgabelauf, 5. Kugelstoßen. 6. Speerwurf. - 7. Weitsprung (ohne Brett), 8. Hochsprung (ohne Brett über Holzlatte), 9. Olympische Stafette mit Vorgabe (die Einteilung der Mannschaften erfolgt durch die Rennleitung) 800 m, 400 m, 200"»*, 200 m.

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