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Jüdische Turnzeitung · 1911-06-01 · 6 (6.1911) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
6 (6.1911)
Date
1911-06-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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116 No. 6 bezüglichen Angaben auf den Mitteilungen hervorragender Professoren aus Großstädten, die von wohlhabenden Leuten von Nah und Fern konsultiert zu werden prlegen. Der im allgemeinen auf die Erhaltung der Gesundheit bedachte Jude fürchtet gerade diese Krankheit, welche, weil sie fast immer ohne erheblichere Beschwerden verläuft, sonst weniger beachtet wird. Vortragender hat in seiner eigenen Privatpraxis nach einer vierzehnjährigen Statistik allerdings auch etwa 10 Prozent mehr jüdische als christliche Diabetiker behandelt, aber auch diese Erfahrung ist nicht einwandsfrei, weil sich die Krankenklientel nicht in einem den prozentualen Verhältnis der Bevölkerung entsprechenden Verhältnis zusammensetzt. Unter den zuckerkranken Patienten der Poliklinik und der Kassenpraxis fanden sich nur sehr wenig Juden, weil diese eben meist den besser situierten Kreisen der Bevölkerung angehören. Unzweifelhaft nachweisbar ist die stärkere Beteiligung der Juden mir bei den Nerven- und Geisteskrankheiten, und zwar sowohl bei den heilbaren Formen: Neurasthenie, Hysterie und Hypochondrie, als auch bei den GehirnkrankHeiten, welche die Irrenhäuser füllen. Zu den Insassen derselben stellten sie z. B. 1898—1900 dreimal soviel, als es ihrem Prozentanteil an der Gesamtbevölkerung entspricht. Auch mit dem angeborenen Schwachsinn und der Idiotie sind die Juden in einem viel zu hohen Verhältnis beteiligt, ferner auch mit den angeborenen Gebrechen wie Taubstummheit und Blindheit. Daraus ergibt sich mit Bestimmtheit eine weit verbreitete neuro- und psychopathische Disposition der Juden, aber sie ist keine ursprüngliche Rasseneigenschaft, sondern die Folge der tausendjährigen sozialen und kulturellen Knechtschaft der Juden, die, in den Ghettos eingeschlossen, auf fast ausschließlich geistige Tätigkeit angewiesen waren und im Kampf ums Dasein ihre Kräfte überanstrengen mußten. Der ihnen aufgezwungene rastlose Erwerbstrieb hat die leichte Erregbarkeit und Ueberempfindlichkeit ihres Nervensystems hervorgerufen. Dazu kommt noch der schädliche Einfluß der Verwandtenehe, die auch heute immer noch häufig vorkommt, während sie bei der christlichen Bevölkerung selten ist. Die Inzucht ist eine der stärksten Triebfedern für die Entartung ganzer Familien und Völker. Auch an der allgemeinen Zunahme des Selbstmordes in allen Kulturstaaten in den letzten Jahrzehnten haben die Juden einen unverhältnismäßig großen Anteil. Zu dieser Tatsache bildet die Zunahme der Militärdieristtauglichkeit ein erfreuliches Gegenstück. Gegen den höchst bedauerlichen Mangel an Widerstandsfähigkeit des Nervensystems muß der Kampf aufs energischste aufgenommen werden. Dazu ist eine Aenderung der Erziehung der jüdischen Jugend von Grund auf notwendig. Nicht vorwiegend der Ehrgeiz, auf geistigem Gebiete immer sich auszuzeichnen, sondern körperliche Abhärtung und Kräftigung müssen besonders das Ziel der Jugenderziehung sein. An die Stelle der Uebertreibung gesellschaftlicher Vergnügungen u. dgl. solle" Turnen und Sport treten. Mischehen kommen fast niemals der jüdischen Rasse zugute. Ihre Verbesserung kann sie deshalb nur durch Selbsthilfe in der bezeichneten Richtung erreichen.

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