Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 3 (3.1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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63 Auslände diesen Rekord abzustreiten. Bei der Uebung achte man vor allen Dingen auf einen guten Stab, der bei einer Lange bis zu 4Va m bei größter 'eiehtigkeit noch den höchstgespaiinten Ansprüchen genügen muß. Die Firma Kaspar Berg in Nürnberg fertigt neuerdings Sprungstäbe aus Stahlrohr, die licht schwerer als Holz- oder Bambusstäbe sind und dabei doch die nötige Stabilität und unverwüstliche Dauer besitzen. Auch ist der Preis dieser Stäbe gegen früher bedeutend gefallen, so daß nunmehr auch dieses zur An Schaffung in Frage gekommene Hindernis beseitigt ist. Also: „Turner, auf zum Streite!" Vermischtes. Arbeitsamt für Jüdische Akademiker. Seit einigen Monaten besteht in Berlin das Arbeitsamt für jüdische Akademiker. Ein solches Arbeitsamt ist Notwendigkeit in einer Zeit, in der im öffentlichen wie im privaten Dienst die Jüdischen Bewerber systematisch zurückgewiesen werden, und selbst die interesselosigkeit jüdischer Arbeitgeber die jüdischen Bewerber ausschließt °der wenigstens nicht bevorzugt. Der Zweck des Arbeitsamtes ist die Förderung und Vermittelung jeglicher Existenzmöglichkeit für jüdische Akademiker. Zu diesem Zweck hat das Arbeitsamt in vielen deutschen Städten Vertrauensmänner gewonnen, deren Aufgabe es ist, jeweils die Möglichkeit einer Niederlassung für Aerzte, Rechtsanwälte usw. und Vakanzen aller akademischen Stellungen im öffentlichen wie im privaten Dienste dem Arbeitsamte mitzuteilen und die Besetzung durch Juden zu veranlassen, die beteiligten jüdischen Kreise dafür zu interessieren, daß sie jüdische Kräfte einstellen »ncl sich der Vermittelung des Arbeitsamtes bedienen, kurz, das Interesse